Gebührenstreit: Abwasser muss in Gilserberg teuer werden

Gilserberg. Dass die Gebühren für das Abwasser steigen müssen, ist den Gilserberger Gemeindevertretern bewußt. Unklar ist derzeit nur in welcher Höhe und ab wann.

Rückwirkend zum 1. Januar hatte das Gemeindeparlament die gesplittete Abwassergebühr eingeführt (wir berichteten). So kostet der Kubikmeter Schmutzwasser drei Euro, für die Beseitigung des Niederschlagswassers wurden 30 Cent pro Quadrameter versiegelter Fläche fällig. Eine Grundgebühr fällt zunächst nicht an. Damit hatten sich die Gemeindvertreter gegen eine Erhöhung der Gebühr entschieden. Der Haken: Gilserberg entsteht so ein jährliches Minus von 180.000 Euro. Denn Einnahmen decken die Kosten nicht.

Darauf wies Bürgermeister Rainer Barth in der jüngsten Gemeindevertretersitzung hin. Er hat Bedenken, dass der gemeindliche Haushalt für 2015 nicht genehmigt werden könnte, wenn weiterhin dieses Defizit besteht.

„Uns ist klar, dass die Erhöhung kommen muss“, sagte Klaus Vestweber (SPD). Er wolle jedoch erst einmal abwarten, wie sich gesplittete Abwassergebühr auswirkt, erst dann seien Beratung und Beschluss für eine Erhöhung möglich. Barth entgegnete, dass die neue Gebühr keine zusätzlichen Einnahmen für die Gemeinde bringen würde.

Philipp Vestweber (CDU) sprach sich für ein Stufenmodell aus: „So wäre es möglich, in zwei, drei, vier Jahren das Defizit zu reduzieren.“ Abschließend wurde der Haupt-, Finanz-, und Bauausschuss beauftragt, einen Vorschlag zu erarbeiten. (cls)

Rubriklistenbild: © dpa

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