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Brandschutz: Bäche sollen bei Trockenheit gestaut werden

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Von: Matthias Haaß

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Ein Feuerwehrmann steht mit Gummistiefeln in einem aufgestauten Bach. Gestaut wird der Bach mit einer Metallfläche, die senkrecht im Bach positioniert worden ist.
Um im Brandfall in Bächen Wasser stauen zu können, möchten die Gilserberger eventuell mobile Staustufen beschaffen. Unser Bild zeigt ein vergleichbares Modell im Einsatz bei der Feuerwehr Frielendorf. © Feuerwehr Frielendoff

Das Thema Notstromversorgung beschäftigte am Dienstagabend auch die Gemeindevertreter in Gilserberg. Auf der Tagesordnung stand die Beschaffung eines Stromerzeugers für den Bauhof.

Gilserberg – Wie der Vorsitzende der Gemeindevertretung Wolfgang Urbanek erläuterte, soll mit dem Stromerzeuger im Falle eines Stromausfalls die Wasserversorgung im Hochland sichergestellt werden. Bei den im Raum stehenden Kosten mussten so manche Gemeindevertreter aber schlucken.

Ein Notstromaggregat in der passenden Größe wird mit bis zu 65 000 Euro zu Buche schlagen. Dazu kommen noch Dieseltanks für 2000 Euro. Angesichts dieser Summe warnte Bernd Vaupel von der BLH vor einem Schnellschuss. Man solle zunächst noch einmal alles prüfen und dann im Haupt- und Finanzausschuss beraten.

Michael Stuhlman (CDU) regte an, das Vorhaben beim Landkreis anzusprechen. Vielleich sei es möglich, mit andern Kommunen eine Art Einkaufsgemeinschaft zu bilden: „Alle haben ja dieses Problem.“

Staustufen

Mit Staustufen in den Gilserberger Bächen wollen die Sozialdemokraten auf die in den Sommermonaten auch im Hochland zunehmende Trockenheit reagieren. Dazu brachte die SPD einen entsprechenden Antrag ein. In erster Linie geht es den Sozialdemokraten dabei um die Stärkung des Brandschutzes, wie Fraktionssprecher Martin Dippel darlegte.

Im Grundsatz konnten sich BLH und CDU mit dem Vorhaben anfreunden, sahen aber noch Diskussionsbedarf. Notwendig sei die Einbindung der Fachbehörden und auch der Feuerwehr.

Insbesondere vor dem Hintergrund des Naturschutzes und der Sicherheit gebe es noch viele offen Fragen, so Michael Stuhlman (CDU): „Ich möchte nicht Wasser stauen und dann fällt da jemand rein. Das können wir uns nicht erlauben.“ Lukas Daum (BLH) regte an, über mobile Staulösungen für die Feuerwehr nachzudenken.

Abwasserversorgung

Die Bildung eines Abwasserverbandes der Kommunen Gilserberg, Schrecksbach, Schwalmstadt und Willingshausen wurde seitens der Gemeindevertreter zwar befürwortet aber durchaus kritisch kommentiert. Es müsse eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sein, forderte Lukas Daum von der BLH und sprach sich für eine gleichberechtigte Ausgestaltung der Verträge aus.

Man habe Sorge, dass durch diesen Zusammenschluss die Zusammenarbeit der sogenannten Kellerwaldkommunen erschwert werden könnte, meinte Daum, und sprach damit wohl für viele Parlamentarier. Der Entschluss für das Vorhaben war dann aber einstimmig.

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