Erstes Hospiz im Schwalm-Eder-Kreis soll nach Gilserberg

Gilserberg. In Gilserberg soll das erste stationäre Hospiz des Schwalm-Eder-Kreises entstehen. Es gibt Planungen, dass es am Ortsrand der Kerngemeinde gebaut wird.

Das bestätigten Bürgermeister Rainer Barth und Altbürgermeister Lothar Vestweber.

Derzeit steckt das Vorhaben noch in den Kinderschuhen: Die Gemeindevertretung Gilserberg stimmt in ihrer Sitzung am Dienstag, 16. Dezember, über die Bauleitplanung und den Bebauungsplan des Grundstücks am Scheidfeld ab. Damit werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Investor der Einrichtung für Sterbebegleitung soll der Paritätische Wohlfahrtsverband werden, teilte Bürgermeister Barth weiter mit. Der Gemeinde fällt die Aufgabe zu, ein Grundstück für den Bau zur Verfügung zu stellen - ob das Grundstück verkauft oder ein Erbpachtvertrag geschlossen wird, steht noch nicht fest. Gilserberg wird es auch erschließen. In der Nähe des geplanten Areals befindet sich bereits ein Neubaugebiet.

Den Weg für das Hospiz hatte Altbürgermeister Lothar Vestweber bereitet, er hält seit Jahren an dem Vorhaben fest. Ein Förderverein soll für das Hospiz gegründet werden, dabei soll unter anderem auch das Hospiznetzwerk Schwalm-Eder eingebunden werden. Das Netzwerk koordiniert derzeit die Hospizarbeit im Landkreis. Dem Förderverein soll beispielsweise die Aufgabe zufallen, Spenden für den Betrieb des Hospizes zu akquirieren. „Die Gründungsversammlung ist für Anfang Januar geplant“, sagte Barth auf Nachfrage unserer Zeitung. Wer das Hospiz letztendlich betreiben wird und wie viele Betten die Einrichtung haben wird, besprechen die Beteiligten derzeit noch intern.

Von Claudia Schittelkopp 

• Die öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Gilserberg findet am heutigen Dienstag, 16. Dezember, ab 19 Uhr in Leos Kulturscheune in Sebbeterode statt.

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