Impulse für das Hochland

Gilserberg: Dorfentwicklungsprogramm geht in die nächste Phase

Die Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde Gilserberg sollen mit Mittels aus dem Dorfentwicklungsprogramm saniert werden. Unser Bild zeigt das DGH Sebbeterode. 
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Die Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde Gilserberg sollen mit Mittels aus dem Dorfentwicklungsprogramm saniert werden. Unser Bild zeigt das DGH Sebbeterode. 

Bislang hatte die Corona-Pandemie auf das Integrierte kommunalen Entwicklungskonzepte (IKEK) in Gilserberg keinen Einfluss. 

Bei der Dorfentwicklung nehme alles seinen geplanten Verlauf, freut sich Bürgermeister Rainer Barth.

Gilserberg hat seine Hausaufgaben gemacht. Insgesamt wurden etwa 80 Maßnahmen herausgearbeitet. Diese sind Bestandteil des IKEK und gleichzeitig auch Fahrplan für die Gemeinde Gilserberg in den nächsten sechs Jahren. „Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp neun Millionen Euro bleiben rund drei Millionen Euro Eigenmittel, die die Gemeinde in den nächsten sechs Jahren aufbringen muss“, so Rainer Barth.

Aktuell prüft die Wirtschafts und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) das von der Gemeinde Gilserberg noch einmal in Details überarbeitete Konzept. Beim ersten Entwurf habe die WI-Bank einige Punkte reklamiert, sagt der Bürgermeister betont aber, dass keine Maßnahme aus dem aus der ursprünglichen Version rausgeflogen sei.

Unter anderem störte sich die Förderbank des Landes an der im Plan konkret vorgeschlagenen Sanierung und Renovierung der Dorfgemeinschaftshäuser.

Dorfmittelpunkte sollen gestärkt werden

Dass man für die Gemeinschaftshäuser im Entwurf bereits konkrete Projektvorschläge gemacht habe, sei der WI-Bank ein Schritt zu schnell gewesen, so Barth: „Wir sollten zunächst ein Nutzungskonzept für alle DGH erstellen.“ Die Forderung wurde erfüllt. Verwaltung und ein Ingenieurbüro hätten den Entwurf dahingehend überarbeitet, sagt der Bürgermeister.

Im IKEK-Konzept kann jetzt schlüssig nachvollzogen werden, wie ein öffentliches Gebäude genutzt wird und warum es saniert werden soll. Eine Schließung von Dorfgemeinschaftshäuser sei nicht erwogen worden, betont Rainer Barth: „Auch die Gemeindevertretung hat sich eindeutig für den Erhalt der Gemeinschaftshäuser ausgesprochen. Sie sind die Kommunikationsmittelpunkte in den Orten.“ 

Sanierung der Schwimmbäder

Die Schwimmbäder in Lischeid und Moischeid sollen ebenfalls mit IKEK-Mitteln saniert werden. Dafür seien bereits im aktuellen Haushalt Gelder bereitgestellt, sagt der Verwaltungschef.

Die Gilserberger werden es mit Freude hören, steckt doch auch seitens der Bürgerschaft eine Menge Arbeit in dem IKEK-Konzept. Seitdem die Hochlandgemeinde im Sommer 2018 in das IKEK-Programm aufgenommen wurde, trafen sich die Menschen immer wieder in Arbeitskreise und Foren.

Die Fertigstellung des IKEK-Konzepts Anfang des Jahres war mit Blick auf die Corona-Pandemie eine Punktlandung. In Zeiten von geschlossenen Gebäuden, Abstandsregeln und Kontaktsperren wäre eine konstruktive Arbeit in IKEK-Foren und Arbeitskreisen trotz moderner Medien sicherlich nur schwer möglich gewesen.

Man sei fertig gewesen und brauchte nicht auf der halben Strecke stehen bleiben, freut sich der Bürgermeister: „Lediglich der kleine Festakt als Abschluss musste leider ausfallen.“

Parlament muss noch abstimmen

Wie geht es jetzt weiter? Sobald es seitens der WI-Bank gegen den überarbeiteten Entwurf keine Einwände mehr gibt, muss die Gemeindevertretung dem Dorfentwicklungskonzept zustimmen. 

Das ist laut Bürgermeister für Mai geplant. Sollten die Parlamentarier aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht zusammenkommen dürfen, kann der Beschluss laut Verwaltungschef auch durch den Haupt-, Finanz und Bauausschuss erfolgen. Die Hessische Gemeindeordnung bietet diese Möglichkeit in dringend Angelegenheiten.

Der formelle Beschluss ist wichtig, damit auch private Maßnahmen in Angriff genommen werden können. Das habe Priorität, erklärt der Gilserberger Bürgermeister: „Das wir das auf den Weg bringen, ist für uns und mich am dringlichsten.“

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