300 Zuhörer und Medienvertreter in Hochlandhalle

Gilserberg: Erste Flüchtlinge kommen im März

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Gilserberg. Gewaltiger Andrang herrschte in der Hochlandhalle in Gilserberg bei der Informationsveranstaltung zur geplanten Aufnahme von Flüchtlingen im bisherigen Biohotel.

Knapp 300 Menschen aus der Hochlandgemeinde nahmen teil, außerdem Reporterteams und Journalisten von weither. Grund: Gilserberg war bundesweit in die Medien geraten.

Vor allem, da der Inhaber des Hotels, Dirk Rateike, massive Drohungen erhalten haben soll, weil er dem Kreis seine Immobilie anbietet. Laut Polizei ist inzwischen keine Gefahr mehr für den Mann gegegeben, aber das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Nötigung läuft, sagte der HNA Polizeisprecher Markus Brettschneider (Homberg) am Mittwochmorgen. Es gebe unterschiedliche Aussagen, auch seitens des Hoteliers.

Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung

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Über Rateike und die Widerstände im Hochland, bis zu 90 Asylbewerber in die Nachbarschaft zu bekommen, hatte am vorigen Wochendende die Süddeutsche Zeitung berichtet. Bürgermeister Rainer Barth (parteilos) schilderte unserer Zeitung, dass er tagelang nichts anderes gemacht habe, als gegen das unzutreffende, fremdenfeindliche Image der Gemeinde zu arbeiten und etlichen Medien Rede und Antwort zu stehen. 

Die zu Beginn aufgeladene Stimmung in der fast überfüllten Sporthalle legte sich im Lauf der gut 90-minütigen Versammlung, in deren Verlauf nicht gefilmt werden durfte. Auf dem Podium erläuterten Michael Schneider und Heidrun Hartwig vom Schwalm-Eder-Kreis ausführlich die Sachlage.

Der Kreis müsse die Anzahl seiner Plätze für Flüchtlinge binnen Jahresfrist nahezu verdoppeln auf über 1900. Die Hotel-Immobilie biete ungewöhnlich gute Bedingungen für die Unterbringung der Menschen. Der Mietvertrag liege unterschriftsreif auf dem Tisch und werde unterzeichnet. Noch in diesem Monat werden die ersten rund 30 Personen einziehen.

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