Gründungsversammlung am Freitag

In Gilserberg wird Hospiz Kellerwald gebaut

Für das Hospiz: von links Altbürgermeister Lothar Vestweber, Einrichtungsleiterin der Paritätischen Nachsorgeeinrichtung Erika Karama, Bürgermeister Rainer Barth und Hausarzt Dr. Joachim Klug wirken an dem Vorhaben mit. Foto:  Schittelkopp

Gilserberg. In Gilserberg soll ein Hospiz gebaut werden. Am Freitag treffen sich Initiatoren, Investoren und Unterstützer zur Gründungsversammlung eines Hospiz-Fördervereins.

„Ein Hospiz ist das letzte Zuhause auf dieser Welt", sagt Erika Karama. Sie leitet in Gilserberg die Nachsorgeeinrichtung für Suchtkranke des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

Seit Jahren wächst in der Hochlandgemeinde die Idee der stationären Sterbebegleitung, jetzt nehmen die Pläne konkrete Formen an. Am morgigen Freitag kommen Initiatoren, Investoren und Unterstützer zur Gründungsversammlung des Fördervereins für das Hospiz Kellerwald zusammen. Der Verein wird dafür zuständig sein, Spenden und Fördermittel zu generieren. Denn der Gesetzgeber schreibt für Hospize eine Unterdeckung der Kosten vor - Profit darf mit einer solchen Einrichtung nicht gemacht werden.

Zwei Namen fallen im Zusammenhang mit dem Hospiz: Elisabeth Grümer und Günther Woltering. Die Unternehmerin Elisabeth Grümer aus Castrop-Rauxel ist Initiatorin des Hospiz-Gedankens im Hochland. „Sie hat alle angestiftet, Lokalpolitiker, Ärzte und Träger“, sagt Landarzt Dr. Joachim Klug. Ihre Familie ist seit 90 Jahren mit dem Hochland verbunden, sie pachtet das dortige Jagdgebiet. Grümer gründete eine Hospiz-Stiftung und ein Hospiz in Dortmund. Die Dortmunder Einrichtung soll nun als Vorbild für Gilserberg dienen. Altbürgermeister Lothar Vestweber besuchte bereits 15 Mal das dortige Hospiz und brachte die Eindrücke mit ins Hochland. Elisabeth Grümer wird zudem einen Anteil am Bauplatz übernehmen.

Günther Woltering ist Geschäftsführer des Paritätischen in Hessen. Der Wohlfahrtsverband tritt als Betreiber und Investor des Hospizes auf. „Ohne den Investor würde es nicht funktionieren“, sagt Bürgermeister Rainer Barth. Die Paritätische Nachsorgeeinrichtung hat einen hohen Stellenwert in Gilserberg: „Die Gemeinde ist sozialmedizinisch geprägt“, sagt Klug.

Nach dem derzeitigen Stand wird das Hospiz zwischen Gilserberg und Moischeid errichtet. Das Gebäude soll ebenerdig und fächerförmig aufgebaut werden. Zehn Betten seien geplant, alle Krankenzimmer werden eine Terrasse bekommen mit Blick in Richtung Kellerwald. Das medizinische Personal bestehe aus Palliativärzten und speziell geschulten Pflegern, so genannten Palliativ-Care-Kräften. Zudem sollen rund 50 ehrenamtliche Hospiz-Helfer den Sterbenden und ihre Angehörigen beistehen.

• Infoabend des Fördervereins ist am Freitag, 20. März, ab 17 Uhr in der Hochlandhalle in Gilserberg geplant.

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