1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt
  4. Gilserberg

Gilserberg will Ukrainehilfe mit 5000 Euro unterstützen

Erstellt:

Kommentare

Das alte Feuerwehrhaus in Sebbeterode ist bald Geschichte: Das Parlament beschloss jetzt die Auftragsvergabe erster Arbeiten für den geplanten Neubau.
Das alte Feuerwehrhaus in Sebbeterode ist bald Geschichte: Das Parlament beschloss jetzt die Auftragsvergabe erster Arbeiten für den geplanten Neubau. © Daniel Göbel

Mit Gedenkminuten für die verstorbene Ortsvorsteherin Petra Stehl und die Ukraine begann die Sitzung der Gemeindevertretung Gilserberg.

Gilserberg - Die Gemeindevertretersitzung beschloss einstimmig den Haushalt, der mit einem Überschuss von 250 000 Euro schließt. Es gibt keine Nettoneuverschuldung und eine Million Euro können getilgt werden. „Die Gewerbesteuereinnahmen bewegen sich auf stabilen Niveau, die Kreisschulumlage wurde um 0,65 Prozent gesenkt und sämtliche IKEK-Maßnahmen sind eingeplant“, so die Zusammenfassung von Bernd Vaupel, der die Sitzung in Vertretung von Wolfgang Urbanek leitete.

Der Ältestenrat hatte im Vorfeld der Sitzung noch die Einstellung von 5000 Euro als Ukrainehilfe beschlossen und so wurde auch dieses Geld noch mit eingeplant. Auch die Wünsche aus den Ortsbeiräten der Dörfer wie beispielsweise Pflasterarbeiten auf dem Friedhof in Winterscheid, Wegearbeiten auf dem Friedhof in Itzenhain oder die Unterstützung des Generationentreffs in Sachsenhausen wurden noch berücksichtigt.

Martin Dippel (SPD) bemängelte in seiner Rede zum Haushalt die schleppende Umsetzung von Projekten, sah einen „Projektstau“ bei exorbitanten Planungskosten und sah das Schwinden des Vermögens der Gemeinde mit Sorge.

Michael Stuhlmann (CDU) lobte das Schreiben schwarzer Zahlen und stellte die hohe Arbeitsbelastung von Verwaltung und Mandatsträgern, sowie Ehrenamtlichen in den Fokus. Die Fülle an IKEK-Maßnahmen fordere alle in besonderem Maße, sodass hier Respekt und Dank gezollt werden müsse. Eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2900 Euro läge im Kreisdurchschnitt gar im hinteren Bereich.

Lukas Daum beleuchtete den Haushalt aus Sicht der Bürgerliste Hochland und stellte ebenfalls die hohe Belastung, aber zugleich auch den enormen Nutzen der IKEK-Maßnahmen heraus. „Ohne IKEK wäre die Erhaltung der Dorfgemeinschaftshäuser schwierig“, so Daum.

Nach der Haushaltsdebatte stimmten die Gemeindevertretung einstimmig der Auftragsvergabe für Erd- und Straßenbauarbeiten für den Endausbau der Grohbergstraße zu und auch der Auftragsvergabe für den Erd- und Rohbau des neuen Feuerwehrhauses in Sebbeterode wurde beschlossen.

Der Umsetzung der Handlungsempfehlungen des Nahmobilitätskonzeptes stimmten die Parlamentarier ebenfalls zu. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht ein Fuß-Radweg entlang oder parallel zur B3, Radabstellanlagen an öffentlichen Plätzen wie Rathaus, Schwimmbad oder Hochlandhalle und das Projekt Bahnradweg „Kellerwald“.

Der BLH-Antrag zur Schaffung zweier Stipendien für Medizinstudenten im 3 und 4 Semester (Zahn- und Allgemeinmedizin) soll geprüft werden. Diese Art von Stipendium orientiert sich am Stipendium der Gemeinde Neuental, wo jungen Medizinstudenten mit 875 Euro monatlich untersützt werden.

Der Schwalm-Eder-Kreis lobt das Stipendium ab dem 5. Semester aus, sodass die Gilserberger Idee eine Ergänzung werden könne, hieß es in der Sitzung

Die SPD-Anfrage zum Abruf von Fördermitteln für die Verwaltungsdigitalisierung beantwortete Bürgermeister Rainer Barth ausführlich. So sei mit den abgerufenen Fördermitteln ein Programm zur digitalen Friedhofsverwaltung beschafft worden und auch die Kindergarten und Betreuungsanmeldung wird künftig digital möglich sein. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

Auch interessant

Kommentare