Das Hospiz Kellerwald nimmt Betrieb auf

Gilserberg. Mit einem großen Festakt und zahlreichen Gästen wurde am Dienstagnachmittag das Hospiz Kellerwald in Gilserberg eingeweiht.

Es ist die erste stationäre Hospiz-Einrichtung im Schwalm-Eder-Kreis und soll eine Lücke in der medizinischen Versorgung schließen.

„Im Hospiz Kellerwald sollen alle Menschen ein Zuhause finden, die an einer lebenszeitlimitierenden Erkrankung leiden und bei denen eine Heilung ausgeschlossen ist“, sagte Andreas Beck, Geschäftsführer der Paritätischen Projekte gGmbH während des Festakts in der Hochlandhalle. Die Trägerschaft übernimmt die Paritätische Projekte gGmbH. In elf Zimmern werden ab kommender Woche Gäste aufgenommen und gepflegt.

Die medizinische Versorgung erfolgt in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten sowie Netzwerken zur Spezialisierten ambulanten palliativmedizinischen Versorgung (SAPV). Nicht zuletzt sorgen hauptamtliche Mitarbeiter sowie speziell ausgebildete ehrenamtliche Hospizhelfer für eine bestmögliche pflegerische Betreuung.

Alle Zimmer sind mit einer eigenen Terrasse ausgestattet. Im Weiteren ist eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige vorgesehen. Es gibt einen gemeinschaftlichen Wohnraum sowie einen Raum der Stille, wo spirituelle Begleitung überkonfessionell erfolgen kann. Entspannende Atmosphäre gibt es in einem Wohlfühlpflegebad. „Die letzten Tage der Gäste so lebenswert wie möglich zu gestalten“, beschreibt Erika Karama, Leiterin des Hospizes, das gemeinsame Arbeitsziel aller Mitarbeiter.

Bereits im Februar 2015 gründete sich der „Förderverein Hospiz Kellerwald“. Der Förderverein ist Mitglied im Paritätischen Hessen e.V. und konnte bislang bereits zwanzig Ehrenamtliche zu Hospizhelfern ausbilden und etliche Spendengelder sammeln. Aktuell zählt der Förderverein 140 Mitglieder.

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