Gunter Lutzi sammelt Spenden für Hospizarbeit

Im Beiwagen nach Gilserberg

Die Motorradfreunde Marburger Land brachten Gunter Lutzi im Beiwagen zum Kellerwald-Hospiz: dahinter Lothar Vestweber, Nicole Göllner, Pflegedienstleitung, Dorothea Neubauer Hospiz Marburg und BMW-Fahrer Harald Michel.
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Die Motorradfreunde Marburger Land brachten Gunter Lutzi im Beiwagen zum Kellerwald-Hospiz: dahinter Lothar Vestweber, Nicole Göllner, Pflegedienstleitung, Dorothea Neubauer Hospiz Marburg und BMW-Fahrer Harald Michel.

Mit der Kutsche, einem Oldtimer und im Beiwagen einer BMW legte Gunter Lutzi am Mittwoch die Wegstrecke vom St. Elisabeth-Hospiz in Marburg zum Kellerwald-Hospiz zurück.

Gilserberg – Nach einem aufregenden Tag mit vielen Interviews, Empfängen und Spendenübergaben stieg der Hospizwanderer am Mittwochabend aus dem Beiwagen der Maschine von Harald Michel am Kellerwald-Hospiz aus.

Die Motorradfreunde Marburger Land hatten den Hospizaktivist, der in drei Wochen alle 24 hessischen Hospize besuchen möchte und dabei 801 Kilometer zurücklegen wird, auf seiner Wegstrecke von Marburg nach Gilserberg begleitet. „Hospiz bewegt“ ist der Slogan zu Gunter Lutzis Tour, die er gemeinsam mit zahlreichen Helfern ins Leben gerufen hat, um auf die Hospizarbeit an sich aufmerksam zu machen und zugleich auch Spenden zu sammeln.

„Seine Aktion verdient Aufmerksamkeit“

„Viele Menschen haben eine völlig falsche Vorstellung von einem Hospiz. Ein Hospiz ist kein düsterer, dunkler Ort, da wird gelacht und gelebt“, fasst Lutzi es zusammen, der auf seiner Tour unzähligen Menschen von vielen seiner schönen und bewegenden Erlebnissen der Hospizarbeit erzählt. Comedian Martin Schneider begleitete den 64jährigen beispielsweise auf einer seiner Wanderrouten und die Sachsenhäuser Familie Helmbrecht war aus dem Hochland zum Start der Tour nach Bensheim gereist und begrüßte Gunter Lutzi dann jetzt auch in ihrer Heimat am Kellerwald-Hospiz.

„Seine Aktion verdient Aufmerksamkeit“, sagen Sebastian, Ronja und Fabienne Helmbrecht, die ihrem Freund Gunter eine Stracke als Wegzerrung für die weitere Route reichten. Kai Krähling, Betreiber des Testzentrums Bahnhofstraße, war nach Gilserberg gekommen, um eine Spende in Höhe von 500 Euro zu überreichen.

Häuser, die Liebe und Wärme ausstrahlen

„Spenden, die ich vor Ort erhalten, bleiben vor Ort“, so Gunter Lutzi, der das Geld somit an den Geschäftsführer des Kellerwald-Hospizes Jörg Gonnermann weiterreichte. Auch Lothar Vestweber, Vorsitzender des Fördervereins freute sich über den Besuch des Hospizwanderers. „Die Hospizarbeit braucht gerade jetzt wieder Öffentlichkeitsarbeit, um weiterhin ihren fünf prozentigen Eigenanteil aufbringen zu können“, so Vestweber. Zahlreiche Spendenaktionen wie Tage der Offenen Tür und Feste seien aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen.

„Jedes Hospiz ist einzigartig. Dennoch ist allen gemein, dass es behagliche Häuser sind, die Liebe und Wärme ausstrahlen. Ganz tolle Menschen arbeiten in den Hospizen“, erzählte Lutzi bei seiner Ankunft in Gilserberg am Mittwoch, was mit Applaus durch die Motorradfreunde unterstrichen wurde. Von Gilserberg aus steuerte Lutzi das Kasseler Hospiz an, bevor er sich dann auf die Route nach Fulda begibt. „Ich werde Wochen brauchen bis ich all die Momente verarbeitet habe“, sagt der Reisende, der bis zum 17. Juli unterwegs sein wird. Seine Tour wird dann in Bensheim enden. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

Spenden

Spenden für das Kellerwald-Hospiz: Kreissparkasse Schwalm-Eder, Zweigstelle Gilserberg, IBAN:DE39 5205 2154 1235 0213 99. VR Bank Hessenland eG, Zweigstelle Gilserberg, IBAN: DE50^^^^^^ 5309 3200 0001 0502 30.

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