Blick in die Chronik

Jubiläum: 50 Jahre Hochlandschule und 185 Jahre Schulstandort Gilserberg

+
Zweckmäßig: Zwischen 1964 und 1968 wurde die Gilserberger Schule – damals noch als Mittelpunktschule – gebaut. In der kommenden Woche feiert die Hochlandschule 50-jähriges Bestehen. Auf der Aufnahme von 1964 ist der Verwaltungstrakt zu sehen. 

Gilserberg. In der kommenden Woche hat die Hochlandschule in Gilserberg Grund zu feiern. Sie wird nicht nur 50 Jahre alt, auch der Schulstandort kann auf 185 Jahre zurückblicken.

1833 wurde in der Hochlandgemeinde die erste Deutschschule eingerichtet, 1915 erfolget der Umzug in das heutige Rathaus. Seit 1964 ist die Hochlandschule am heutigen Standort, 1968 war der Gebäudekomplex komplett und wurde vom damaligen Landrat Albert Pfuhl eingeweiht. Nicht zu vergessen: Vor 50 Jahren wurde auch noch die Turnhalle ihrer Bestimmung übergeben.

Freuen sich auf das Fest: Jacqueline Riebe (Abwesenheitsvertreterin, links) und Kathrin Vaupel (kommissarische Schulleiterin).

Der Termin wäre beinahe verpasst worden, verrät die kommissarische Schulleiterin, Kathrin Vaupel: „Ich habe zufällig Anfang des Jahres von meiner Vorgängerin Barbara Kaufmann-Wechsel erfahren, dass irgendwann ein Schuljubiläum sei.“ Was folgte, war eine Recherche im Archiv, welche die Vermutung bestätigte. 

In alten Chroniken fanden Vaupel und ihre Vertreterin Jacqueline Riebe Bilder, Zeitungsartikel und in Schönschrift verfasste Notizen von der Einweihungsfeier des Schulneubaus. Glückliche Fügung: bei einem Wasserschaden wurden vor einigen Jahren einige Dokumente zerstört, die Chroniken konnten aber gerettet werden.

Der Bau der Hochlandschule – dem ersten Mittelpunktschulneubau im Altkreis Ziegenhain – erfolgte in zwei Abschnitten. 1964 wurde der Verwaltungstrakt fertiggestellt, 1968 der Klassentrakt. Ein interessantes Detail wirft ein Schlaglicht auf die Veränderungen in der Schullandschaft: 1966 zählte die damals nur aus dem Verwaltungstrakt bestehende Mittelpunktschule 192 Schüler, heute lernen in zwei Gebäuden 99 Kinder rechnen, lesen und schreiben.

Nach der Schließung der letzten Dorfschule sei die Gilserberger Schule der zentrale Schulstandort der Hochlandgemeinde geworden, sagte Riebe. 1985 wurde aus der Mittelpunktschule mit Grund- und Hauptschule schließlich eine reine Grundschule. Seit Dezember 1995 trägt die Gilserberger Schule offiziell den Namen Hochlandschule.

In den vergangenen 50 Jahren veränderten sich nicht nur Schülerzahl und Schulform, auch das Gebäude wurde mit der Zeit immer wieder modernisiert. Erst 2017 habe man die Küche komplett erneuert, sagt Vaupel.

Ungewöhnlich für eine Grundschule das jahrelange Engagement im Bereich der deutsch-französischen Verständigung. Auf Initiative des damaligen Schulleiters Gerhard Hosemann habe es zehn Jahr lang einen aktiven Schüleraustausch mit Gilserbergs Partnerstadt Rocheserviére gegeben, erzählt Vaupel: Das hat bis heute Spuren hinterlassen und über Jahre die Grundschule geprägt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.