Anne Quehl über eine heikle Versammlung

Kommentar zur Infoveranstaltung in Gilserberg: Gesicht gewahrt

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Über die geplante Flüchtlingsunterbringung in Gilserberg informierten sich am Dienstag etwa 300 Anwohner. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Anne Quehl über eine heikle Versammlung.

Das Aufatmen war allgemein: Gilserberg ließ sich vor der großen deutschen oder zumindest hessischen Öffentlichkeit nicht zum fremdenfeindlichen Buhmann abstempeln.

Die Atmosphäre in der sehr großen und voll besetzten Sporthalle wurde immer angenehmer, man hörte ruhig und diszipliniert zu, es fielen keine Stammtischbemerkungen - oder doch nur sehr wenige.

Das Informationsbedürfnis und die Fragen der Menschen im Hochland waren dabei wahrlich nicht der Anlass für die Anwesenheit mehrerer auswärtiger Medienteams. Deren Interesse war stark durch die Bedrohungslage des Hoteliers geweckt, der seine Immobilie nun an den Kreis zur Flüchtlingsbetreuung vermietet. Dass diese Bedrohungslage am Dienstag vorüber war, wenn es sie denn gegeben hat, spielte keine Rolle mehr.

Die Berichterstattung in den zurückliegenden Tagen war kritisch, und das ist in Anbetracht des Themas Asyl auch gut so. Um so besser haben die Hochländer die Situation gemeistert, um ihr Gesicht als mitmenschliche Gemeinde zu wahren.

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