Weitere Themen: Ende der Grünsammelstelle und Lage der Gemeinde

Bürgermeister Barth informierte über Schließung des Aldi-Marktes und Windkraft

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Das Ende ist nahe: Nach sieben Jahren gehen beim Discounter Aldi in Gilserberg die Lichter aus. Zu Jahresbeginn hat die Hochlandgemeinde keinen Lebensmittelmarkt mehr. Und wie es weiter geht ist noch ungewiss.

Gilserberg. Bürgermeister Rainer Barth hatte gerufen, und über 200 Gilserberger strömten am Mittwochabend in die Hochlandhalle.

Die Besucher hofften auf Neuigkeiten über die Schließung des Discounters Aldi, die geplanten Windkraftanlagen, das Ende der Grünsammelstelle sowie die Lage der Gemeinde.

Über die Schließung des Marktes zum Jahresende sei er schriftlich Ende Oktober informiert worden. Auf Nachfrage habe man ihm mitgeteilt, die Umsatzerwartungen hätten sich in Gilserberg nie erfüllt. Dabei war der Discounter vor sieben Jahren von Jesberg nach Gilserberg mit der Begründung umgezogen, die Lage direkt an der B3 sei vorteilhaft. Abgeschlossen wurde damals auch ein Mietvertrag über zehn Jahr mit der Option auf Verlängerung.

Nach der Öffnung von Aldi klagte der in der Ortsmitte gelegene Nahkauf über Umsatzeinbrüche und schloss im April dieses Jahres. Nur neun Monate später gehen bei Aldi die Lichter aus. Gilserberg hat ab Januar kein Lebensmittelgeschaft mehr. Inzwischen stehe er mit mehreren Interessenten in Verhandlung und er sei zuversichtlich, dass es eine Lösung möglicherweise schon Februar gebe, sagte Barth.

Sorgen bereiten den Gilserbergern Pläne, Winderräder an der Gemarkungsgrenze zu Neustadt-Mengsberg und Gemünden zu bauen. Bis zu 40 Windräder könnten sich im Hochland drehen, sodass sich die Einwohner von Rotoren umzingelt sehen. Dabei habe die Gemeinde alle in den Regionalplänen der Regierungspräsidien Kassel und Gießen ausgewiesenen Vorrangflächen abgelehnt, sagte Barth.

Für Windkraftanlagen habe Gilserberg im Flächennutzungsplan drei Standorte ausgewiesen. Und mehr sollen es nicht werden. Ob das gelingen wird, oder ob sich die Gemeinde dem Willen des RP Kassel unterwerfen müsse, könne er noch nicht sagen. Die letzte Möglichkeit dabei wäre eine Klage. Der Schritt müsse allerdings gut überlegt sein.

Abgelehnt habe die Gemeinde die vom RP Kassel bevorzugte Fläche auf dem so genannten Zentralbahnhof am Teufelsberg. Ebenso das Ansinnen, bei Sachsenhausen fünf Windräder zu bauen.

Doch an der Schnittstelle von drei Landkreisen und zwei Regierungspräsidien stehe die Gemeinde unter Druck. So sollen in der Gemarkung von Gemünden sieben Anlagen der Energie-Waldeck-Frankenberg (EWF) genehmigt sein, obwohl dies Gilserberg abgelehnt habe.

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