Nahversorgung

Suche nach Betreiber für Lebensmittel-Markt in Gilserberg

Gilserberg. Seit gut zwei Jahren gibt es im Gilserberger Hochland keinen Lebensmittelmarkt mehr. Das soll sich möglichst bald ändern.

Um die Basis für eine mögliche Nahversorgung zu schaffen, hat die Familie Viehmeier (Schwälmer Brotladen) das Gebäude der Familie Weißing an der Kreuzung zur Bundesstraße gekauft, in dem die Familie bis zum Frühjahr 2015 ein Nahkauf-Lädchen führte.

Allerdings habe die Familie Viehmeier selbst kein Interesse an der Betreibung eines Ladens: "Wir wollen die Verkaufsraumfläche von etwa 200 bis 250 Quadratmeter zu einem sehr günstigen Preis für den Lebensmittelverkauf vermieten und suchen jetzt intensiv nach Interessenten", erläuterte Jürgen Viehmeier gegenüber unserer Zeitung. Erste Gespräche mit einer Lebensmittelkette würden bereits nächsten Monat geführt. "Was uns fehlt ist eine Person, die in die Selbstständigkeit gehen und den Laden übernehmen möchte", so Viehmeier.

Geboren wurde die Idee in einer Arbeitsgruppe, in der Mitglieder der Gemeindeverwaltung, der Fraktionen sowie Gewerbetreibende aus dem Hochland über Monate an einer Schließung der Nahversorgungslücke arbeiteten. Erste Gespräche fanden bereits direkt nach der Schließung des Aldi-Markts Ende 2015 statt. "Die Frage nach einem geeigneten Standort war nicht einfach, da Aldi nach wie vor den ehemaligen Markt blockiert", machte Parlamentschef Wolfgang Urbanek deutlich. Der knallharte Wettbewerb innerhalb der Lebensmittelbranche sei geradezu ruinös und brutal, so die einhellige Meinung der Beteiligten.

Die jetzige Situation biete für potenzielle Interessenten große Vorteile: "Geboten wird eine preiswerte Mietfläche, zudem gibt es je nach Ausrichtung des künftigen Lebensmittelgeschäfts auch Fördermöglichkeiten, die genutzt werden können", wirbt Gilserbergs Bürgermeister Rainer Barth.

Rubriklistenbild: © Barbara Liese

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