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Gilserberg: Feuerwehrführungskräfte treffen sich in Willingen

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Von: Matthias Haaß

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Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Oliver Neuwirth (vorne rechs) trafen sich Gilserberger Feuerwehrleute in Willingen zu einem Seminar.
Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Oliver Neuwirth (vorne rechs) trafen sich Gilserberger Feuerwehrleute in Willingen zu einem Seminar. © Feuerwehr gilserberg

Die Coronapandemie hat auch den Ausbildungsbetrieb der Feuerwehren gehörig durcheinandergewirbelt. In den vergangenen zwei Jahren waren Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit oftmals nicht möglich, Übungsdienste mussten virtuell stattfinden.

Gilserberg. Dank Impfung und ausreichend Testmöglichkeiten ändert sich das jetzt langsam wieder. Führungskräfte der Feuerwehr Gilserberg trafen sich jüngst zu einem Wochenendseminar in Willingen – fast schon wie zu Zeiten vor der Pandemie.

Unter Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Regelungen absolvierten die Feuerwehrleute ein straffes Programm. Alle Teilnehmer des Seminars seien dreimal geimpft gewesen, hätten vor Seminarbeginn einen Coronaschnelltest absolviert, im Hotel und im Tagungsraum galt Maskenpflicht, heißt es in einer Pressemittelung der Feuerwehr.

Die Leitung des Seminars lag in den Händen von Gemeindebrandinspektor Oliver Neuwirth. Im ersten Teil der Veranstaltungen hielt Marius Böse einen Vortrag zum Thema „Alternative Antriebe“. Böse ist nicht nur stellvertretender Gemeindebrandinspektor, sondern arbeitet auch an der Hessischen Landesfeuerwehrschule, unter anderem als Ausbilder.

Brand in Lagerhalle als Simulation

Am Nachmittag habe dann mit einem Simulationstraining die Führungspraxis auf dem Plan gestanden, so die Feuerwehr. Dabei wird eine konkrete Einsatzsituation dargestellt. Jeder Teilnehmer bekommt dabei eine sogenannte Ressourcentafel, welche das jeweilige Feuerwehrfahrzeug mit Mannschaft und Gerät darstellt, erklären die Verantwortlichen.

Der Teilnehmer ist der jeweilige Fahrzeugführer und muss seine Mannschaft und sein Gerät entsprechend seines Einsatzauftrages einsetzen.

Simuliert wurde der Brand in einem Landhandel. Die Übung laufe dabei in Echtzeit ab, so die Feuerwehr Gilserberg: „Das heißt, wenn der Einsatzleiter beispielsweise eine Feuerwehr nachfordert, die inklusive Ausrücken 15 Minuten bis zum Einsatzort braucht, dann kann er diese Feuerwehr auch erst nach 15 Minuten einsetzen.“

Für Führungskräfte sind solche Übungen sehr realistisch – sehr schnell entsteht Stress. Der sogenannte Führungsvorgang muss angewendet werden. Ob dann letztlich Schläuche ausgerollt und Fahrzeuge bewegt werden, ist dafür zweitrangig.

Mit dem Simulationstrainning lasse sich ein enormer Ausbildungseffekt erzielen und alle Teilnehmer seien dem Übungsablauf zufrieden gewesen, bilanzieren die Gilserberger.

Im weiteren Verlauf des Seminars beschäftigten sich die Feuerwehrführungskräfte noch mit einer Software für den Einsatzleitwagen. Das Programm erleichtere die digitale lückenlose und rechtssichere Dokumentation der Einsätze durch die Besatzung des Einsatzleitwagens, heißt es in der Pressemitteilung.

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