Zapfenstreich zum Abschied von Markus Böse

Gilserbergs Gemeindebrandinspektor gibt Staffelstab weiter

+
Mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedete die Feuerwehr Gilserberger Markus Böse aus seinem Amt. Von links Markus Böse, Bürgermeister Rainer Barth und Böses Nachfolger Oliver Neuwirth.

Ein ganz besonderes Zeichen der Wertschätzung wurde Gilserbergs scheidenden Gemeindebrandinspektor Markus Böse zuteil: Nach zwanzig Dienstjahren verabschiedeten die Hochland Feuerwehren ihren 01 (Funkrufname) mit einem Zapfenstreich.

Böse zeigte sich völlig überrascht. Er blicke mit Stolz, Demut und Dankbarkeit auf das besondere Ereignis zurück: „Meine Kameradinnen und Kameraden haben mir die größte Ehre bereitet, die man als Führungskraft erleben kann.“ Er sei stolz und dankbar solche Kameradinnen und Kameraden an seiner Seite zu haben, so der Gilserberger weiter.

Verantwortlich für die Organisation war der neue Gilserberger GBI Oliver Neuwirth. Generalstabsmäßig hatte er das Vorhaben geplant. „Zwanzig Jahre Gemeindebrandinspektor mit so viel Herzblut und Leidenschaft, das sollte nicht auf einer gemeinsamen Hauptversammlung mit ein paar warmen Worten unter dem Punkt Grußworte oder Verschiedenes zu Ende sein“, erklärte Neuwirth schmunzelnd. Die Vorbereitungen fanden unter absoluter Geheimhaltung statt.

Bis zur letzten Minute ahnte der alte Feuerwehrchef nichts von dem feierlichen Akt. Mit verbundenen Augen hatte ihn seine Familie über Umwege zum roten Platz hinter der Hochlandhalle gebracht.

Dort erwartete Markus Böse die vor ihren Einsatzfahrzeugen angetretenen Mitglieder der Ortsteilfeuerwehren und zahlreiche Weggefährten. Auch die Nachwuchsbrandschützer von hatten sich in Reih und Glied eingeordnet. Musikalisch begleitet wurde der Zapfenstreich von der Kuhlo Bläsergruppe und dem Posaunenchor Lischeid/Winterscheid/Heimbach.

Emotionaler Moment

Im Fackelschein schritten Böse, sein Nachfolger Neuwirth und Bürgermeister Rainer Barth die lange Front ab.

Er sei den Tränen nahe gewesen, erklärte Böse später während einer kleinen Feierstunde in der Hochlandhalle: „Allen die mich mit dieser bewegenden Zeremonie völlig überrascht haben, danke ich von ganzem Herzen. Ich werde diesen Moment niemals vergessen.“ In seiner Laudatio ging Oliver Neuwirth auf die Verdienste Markus Böses ein: „Zwanzig Jahre GBI. Zwanzig Jahre, in denen du nie müde wurdest, für deine Ideen, Ziele und Ideale zu kämpfen.“

Seinem Vorgänger sei es in seiner Amtszeit gelungen, die Feuerwehren der Gemeinde Gilserberg zu modernisieren und zu professionalisieren, sodass sich die Menschen im Hochland immer sicher fühlen können, betonte Neuwirth: „Auf der anderen Seite ist die Freiwilligkeit, die Kameradschaft, das Ehrenamtliche aber nie auf der Strecke geblieben.“

Markus Böse habe die Gilserberger Wehren auch gegen Widerstände zu einer Feuerwehr geformt, lobte Bürgermeister Rainer Barth: „Als wir die neuen Jacken in diesem Jahr bestellt haben, haben wir auf den Rücken geschrieben Feuerwehr Gemeinde Gilserberg. Das ist so ein bisschen das Emblem für etwas, dass Du erreicht hast in unserer Gemeinde.“

Für seine Verdienste um die Feuerwehr verlieh Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar Markus Böse im Namen des Innenministers das Silberner Brandschutzverdienstzeichen des Landes Hessen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.