Influenza grassiert noch immer

Fünftes Grippeopfer im Schwalm-Eder-Kreis: 79-Jähriger gestorben

Schwalm-Eder. Mit dem Tod eines 79 Jahre alten Mannes aus dem Schwalm-Eder-Kreis ist die Zahl der Grippetoten auf fünf gestiegen. 

Der 79-Jährige ist nach Angaben aus dem Kreishaus Homberg vom Montag bereits am 9. März im Kreiskrankenhaus Rotenburg gestorben.

Ob der Mann aus dem Landkreis wie die vier Opfer vor ihm unter Vorerkrankungen litt, ist laut der Mitteilung unbekannt. Dass der Fall erst jetzt an die Öffentlichkeit kommt, hat laut Kreissprecher Stephan Bürger datentechnische Gründe. Näheres ist nicht bekannt.

Die Anzahl der nachgewiesenen Grippefälle ist im Kreis übers Wochenende um sechs auf 237 gestiegen. Aus medizinischer Betrachtung ist es noch zu früh, von einem deutlichen Abflauen der Grippewelle auszugehen.

Die Anzahl der tatsächlichen Grippekranken im Landkreis liegt sicherlich wesentlich höher, seit dem 16. Februar wird die Fallstatistik im Schwalm-Eder-Kreis geführt. Nur einzelne, sogenannte Sentinelpraxen (Wächterpraxen) tragen die Daten anhand von Patientenabstrichen zur Beobachtung grippaler Infekte und echter Influenza sytematisch zusammen. Diese Meldungen lässt das Robert-Koch-Institut (RKI) in die Hochrechnung der Verbreitung einfließen.

Die gegenwärtige Grippewelle gilt als die schwerste seit mindestens zehn Jahren. In der vorigen Saison war im Schwalm-Eder-Kreis ein Todesfall im Zusammenhang mit Grippe zu beklagen.

Es gibt verschiedene Typen von Influenza-Viren (A, B, C). Am häufigsten und am gefährlichsten ist das Influenza-Virus Typ A, das sich schnell verändert.

Rubriklistenbild: © dpa

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