Gefahren durch Baustellensituation

Große Sorge um sicheren Schulweg rund um Eckhard-Vonholdt-Schule

Gefährlicher Schulweg: Durch Bauarbeiten ist der einzige Gehweg zur Schule teils gesperrt. Die Elternbeiratsvorsitzenden Barbara Kreuter-Hiller (links) und Ulrike Keding sorgen sich um die Sicherheit der Kinder.
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Gefährlicher Schulweg: Durch Bauarbeiten ist der einzige Gehweg zur Schule teils gesperrt. Die Elternbeiratsvorsitzenden Barbara Kreuter-Hiller (links) und Ulrike Keding sorgen sich um die Sicherheit der Kinder.

Der Schulweg zur Eckhard-Vonholdt-Schule in Treysa ist aktuell alles andere als sicher: Der Bürgersteig an der Pestalozzistraße ist aktuell teils gesperrt, hinzu kommt Baustellenverkehr.

Treysa – Rechts der Straße entsteht ein größeres Gebäude, Bauarbeiten laufen ebenfalls am linksseitigen Treysaer Hallenbad. Elternvertretung und auch Schule haben sich mit ihren Sorgen an die Stadt gewandt – passiert ist bislang nichts. Weder die Elternbeiratsvorsitzenden Ulrike Keding und Barbara Kreuter-Hiller noch Schulleiterin Barbara Kaufmann-Wechsel haben bislang eine Rückmeldung bekommen.

Kaufmann-Wechsel berichtet von „turbulenten Szenen“, in denen sich Baustellenfahrzeuge und Schüler gefährlich nahe kamen. Die schmale Zufahrt sei teils temporär gesperrt gewesen, sodass Autos auch den Bürgersteig hätten befahren müssen. Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto abholen oder bringen, sind seit Längerem dazu aufgerufen, die Kinder am Parkplatz im Wiegelsweg rauszulassen, um keine zusätzliche Gefahrenstelle direkt vor dem Schulhof zu provozieren.

Schulleiterin Barbara Kaufmann-Wechsel

„Wir halten den Schulweg für sehr unsicher“

„Die Situation ist für die Kinder insgesamt sehr unübersichtlich“, beschreiben auch die Elternvertreterinnen die Lage. Das wird vor Ort sichtbar: Denn auf dem schmalen Gehweg gibt es keine Ausweichmöglichkeit – außer auf die Straße. Denn der flankierende Parkplatz am Hallenbad ist durch Bauzäune verstellt.

Aktuell sei der Baustellenverkehr etwas rückläufig, jedoch wurde der Fußweg genau in dem Bereich gesperrt, in dem viele Schüler üblicherweise die Straße queren, um auf das Schulgelände zu gelangen. Ulrike Keding hat sich daraufhin ans Ordnungsamt der Stadt gewandt – reagiert wurde auf die E-Mail nicht. „Wir halten den Schulweg für sehr unsicher und es geht uns hier einfach auch um Transparenz“, beklagt die Mutter von drei Kindern. Auch den Gremien sei das Problem bereits bekannt. Während der eine Gebäudebau deutlich voranschreitet, tut sich am Hallenbad eher wenig.

Gehweg wieder frei

„Wir sorgen uns, dass diese Extremsituation hier kein Ende findet“, sagt Barbara Kreuter-Hiller. Wie lange der Umbau des Hallenbades noch dauert, kann auch Bürgermeister Stefan Pinhard nicht sagen: „Da bin ich überfragt.“ Über die Sperrung des Gehweges sei die Stadt nicht informiert gewesen – der Grund sei wohl das Verlegen der Gasleitung. Am Freitag, den 2. Juli, werde der Gehweg wieder frei sein, verspricht der Bürgermeister. Es werde aber sicher noch zu einer weiteren Sperrung kommen – dann, wenn asphaltiert werde.

Dass die Stadt nicht auf E-Mails reagiert habe, ließ Pinhard unkommentiert. Wohl sieht er aber auch die Schule in der Pflicht, in Elternbriefen auf die Gefahrenstellen vor der Schule hinzuweisen. Schließlich stellten auch die Eltern, die ihre Kinder mit ihren Autos bis direkt vor die Schule führen, eine Gefahr dar. Halteverbotsschilder seien bereits installiert, ein Teilbereich noch zusätzlich als Absolutes Halteverbot deklariert. Aus dem Ordnungsamt kommt die Nachricht, dass – wie auch in der Vergangenheit geschehen – gerade zu Stoßzeiten verstärkt durch Ordnungspolizisten kontrolliert würde.

Dabei scheint sich ein Großteil der Eltern sowieso an die Bitte der Schule zur Bring- und Abholsituation zu halten. Denn wer morgens und mittags nahe des Wiegelswegs unterwegs ist, kann sich davon vor Ort überzeugen. (Sandra Rose)

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