Fünf Wehren übten: In einer Scheune sollte es eine Explosion gegeben haben

Ein großer Knall im Dorf

Den Ernstfall proben: Die Feuerwehren Florshain, Frankenhain, Wiera, Ziegenhain und Mengsberg trafen sich in Florshain zu einer Übung. Fotos: privat/nh

Florshain. Rund 40 Feuerwehrleute aus Florshain, Frankenhain, Wiera, Ziegenhain und der befreundeten Feuerwehr Mengsberg aus dem benachbarten Landkreis Marburg-Biedenkopf trafen sich zu einer Übung im Schwalmstädter Stadtteil Florshain.

Großgeräte wie Tanker oder Drehleiter kamen nicht zum Einsatz. Das Szenario: Der Brand nach einer Explosion in einer Scheune musste mit den zur Verfügung stehenden Kräften und der Ausrüstung der kleinen Einsatzabteilungen bewältigt werden. Als Fahrzeuge standen lediglich drei Tragkraftspritzenfahrzeuge und ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (Mensgberg) zur Verfügung, wie der stellvertretende Stadtbrandinspektor und Florshains Wehrführer Sascha Gömpel erklärte. Als Kommandozentrale stand der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Schwalmstadt zur Verfügung. Durch dessen Besatzung wurde auch der Funkverkehr abgewickelt.

Die Feuerwehrleute hörten auf das Kommando von Florshains stellvertretendem Wehrführer Mario-Heinrich Schenk.

In einer Scheune war es zu einer Explosion gekommen, aus dem Dach der Scheune quoll dichter Rauch. Für die Rauch- und Knalleffekte war Ziegenhains Wehrführer Jan Pukat verantwortlich.

Einen Verletzten fanden die Feuerwehrleute auf der Straße liegend vor, eine weitere Verletzte saß auf einer Bank im Hof des landwirtschaftlichen Anwesens - um beide kümmerten sich die Feuerwehrleute umgehend.

Während Mario-Heinrich Schenk die Lage erkundete, bauten die Besatzungen der Tragkraftspritzenfahrzeuge die Wasserversorgung auf und legten die Pressluftatmer für einen Innenangriff an. Als Wasserentnahme standen der nahe gelegene Löschwasserteich und Hydranten zur Verfügung. Die Trupps im Innenangriff hatten am schnellsten Wasser.

Dies führte zu einer flotten Rettung der im Rauch eingeschlossenen und verletzten Personen. Die drei Geretteten wurden an den Verletztensammelplatz gebracht und dort von Feuerwehrleuten versorgt.

Während der Innenangriff lief, löschten mehrere Trupps das Dach der Scheune von zwei Seiten ab. (syg)

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