SPD und Grüne pochen auf Verbesserung für die Fußgänger in der Festung

Schnell rüber: Eine Mittelinsel an dieser Stelle der Festungsstraße könnte laut Bürgermeister Dr. Näser die Lösung sein. Foto: Quehl

Ziegenhain. Von einem „Trauerspiel in mehreren Akten" sprach Michael Schneider. Der SPD-Fraktionschef rekapitulierte genau die lange Reihe von Schritten im Kapitel Fußgängerüberweg in der Festung Ziegenhain in der jüngsten Stadtverordnetensitzung.

Stand der Dinge: Seit 24 Monaten spielen sich Parlament, Ausschuss, Magistrat und Ortsbeirat den Ball hin und her, jüngst berichtete unsere Zeitung, dass ein Überweg in Gestalt eines Zebrastreifens oder einer Fußgängerampel ganz vom Tisch sei. „Haben wir zwei Jahre umsonst in den Ausschüssen diskutiert?“, spitzte es Schneider als Reizthese zu.

Das wies Bürgermeister Dr. Gerald Näser zurück, es gebe eine „strukturierte Planung, hier herrscht Transparenz“, die Diskussion laufe bereits seit 1998.

Näser berichtete dem Parlament vom Ergebnis des Behördentermins mit Polizei, Kreis und Regierungspräsidium. Ergebnis sei, dass beide Lösungen - Zebrastreifen oder Druckampel - zu gefährlich wären (HNA berichtete). Eine Querungshilfe in der Gestalt einer Mittelinsel sei nun der Vorschlag, eine ausreichende Fahrbahnbreite für eine solche Lösung (zwei Meter breite Insel/zwei Mal 3,25 Meter Fahrstreifen) sei im Bereich Rosengarten-Museum gegeben. Gemeinsam mit dem Ortsbeirat, der Tempo 30 abgelehnt hatte, solle am Thema weiter gearbeitet werden.

„Der Ortsbeirat gehört dazu, das Parlament will aber ernst genommen werden“, betonte Grünen-Stadtverordneter Dr. Jochen Riege. Es gehe um Lösungen, Tempo 30 würde die Gefahrenpotenziale verringern. Auch Grünen-Fraktionssprecherin Margitta Braun plädierte für Tempo 30, sie nannte einen Fußgängerüberweg dringend erforderlich.

Für die CDU-Fraktion unterstrich Peter Hill, dass die Bürgernähe durch die Beteiligung des Ortsbeirates festzuschreiben sei.

So passierte ein ergänzter gemeinsamer Vorschlag von SPD und Grünen am Ende einstimmig das Parlament: Der Magistrat erarbeitet gemeinsam mit dem Verkehrsausschuss und dem Ortsbeirat „eine Lösung zur Verbesserung der Situation“.

Von Anne Quehl

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