Gute Chance auf Bikepark

Neukirchen: 280 000-Euro-Projekt an der Knüllkampfbahn wird vorbereitet

Sportler fährt mit einem BMX über einen Erdhaufen
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Sport im Bikepark - Das Foto entstand auf einer Anlage in Bebra und zeigt Phil Pieckenhagen. Die Anlage in Neukirchen soll aber Asphalt-Bahnen bekommen.

Die Schaffung eines Bikeparks in Neukirchen ist in greifbare Nähe gerückt. Entstehen soll der Parcours voraussichtlich auf dem Areal der ehemaligen Knüllkampfbahn.

Neukirchen. Ein Herzstück der neuartigen Sportstätte soll ein Pumptrack sein, das ist eine besondere Mountainbikestrecke, auf der der Radler durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe Geschwindigkeit aufbaut.

Das Gleiche soll auch zugeschnitten für Kinder angeboten werden. Im Bikepark sollen Anfänger und Fortgeschrittene an Sprüngen und Rampen üben können. Die Fahrbahnen in Neukirchen sollen asphaltiert sein, doch die Zwischenbereiche sollen mit Rasen eingesät werden.

Kosten könnte eine solche Anlage – in ganz Deutschland gibt es davon bisher nur zwei Dutzend – rund 280 000 Euro. Das Kneippheilbad setzt dabei voll auf eine Förderung aus EU-LEADER-Mitteln in Höhe von 75 Prozent. Folgekosten sollen nach bisheriger Information nur in geringem Umfang entstehen.

Multisportanlage

Das spezialisierte Unternehmen Rad-Quartier des Mountainbike-Profis Robin Specht hatte im April seine Vorschläge in einer Videopräsentation vorgestellt und inzwischen den Zuschlag für eine Konzeptplanung erhalten. Das Unternehmen wirbt damit, dass die von ihm entworfenen Parks „mehr sind als nur Sportstätten: Sie sind gesellschaftliche Mehrwerte, die – weg von der virtuellen, hin zur realen Welt – soziale und gesundheitsfördernde Begegnungsstätten schaffen.“ Es handele sich um moderne und urbane Multisportanlagen für Leistungssport oder Spaß von Jung und Alt. Pumptracks können mit Mountainbike, BMX-Rad, Laufrad, Scooter, Skateboard aber auch – schmalspurig – mit Inlineskates befahren werden.

Die Zustimmung der Gremien ist breit. CDU-Fraktionssprecher Martin Theune sprach von „einer großen Chance“. Er führte in der Stadtverordnetensitzung aus, dass das Lärmproblem an der Stelle sogar geringer werde, da der Umzug des Skateparks zum Sägewerk erfolge. Der Belag der Bahnen im Bikepark verhindere Krach, „der Lärm aus dem Schwimmbad ist lauter“. SPD-Sprecher Luca Fritsch sah das genauso, die Anlage werde zudem überregional Besucher nach Neukirchen ziehen. Die Anlage soll, wenn sie gebaut wird, umzäunt werden, damit die Nachtruhe gewährleistet ist.

Wann der Förderbescheid eintreffen und die Realisierung gestartet werden kann, wurde in der Stadtparlamentssitzung nicht thematisiert. (Anne Quehl)

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