Lokaler Handel zufrieden – Dennoch Verluste in einigen Branchen

Gute Geschäfte zur Weihnachtszeit

Blick auf die Hauptstraße in Frielendorf. Dort schließt in Kürze der Rotkäppchenladen.
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Blick auf die Hauptstraße in Frielendorf. Dort schließt in Kürze der Rotkäppchenladen.

2G-Regelung trifft auf viel Verständnis. Nicht alle profitieren.

Schwalm – Mitten in der Coronapandemie hört man immer wieder, wie schlecht es dem Einzelhandel geht. Auch in der Schwalm hatte dieser unter den Lockdowns und Einschränkungen zu leiden. Hat das diesjährige Weihnachtsgeschäft vielleicht einen Umschwung gebracht oder mussten die Läden aufgrund der 2G-Regelung Umsatzeinbußen hinnehmen? Wir fragten in den Geschäften nach.

Silvia Moser, Inhaberin von Idee und Spiel in der Treysaer Innenstadt, ist zufrieden mit ihrem Weihnachtsgeschäft. Die Hygieneregelungen seien auf viel Verständnis gestoßen und mittlerweile gut eingespielt, so Moser.

Am beliebtesten waren vor allem Familienspiele und Puzzel. „Besonders glücklich machen mich unsere Stammkunden, die uns auch dieses Jahr wieder die Treue gehalten haben“, freut sich Moser.

Auch Gewerbe- und Tourismusverein sieht Entwicklung positiv

Auch Björn Spanknebel, Vorsitzender des Gewerbe- und Tourismusvereins Schwalmstadt, spricht von einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft.

Insbesondere Computer und Bücher haben dieses Jahr wieder guten Absatz gefunden. Aber auch die Lebensmittelbranche in der Region habe gut von dem Weihnachtsgeschäft profitiert, so Spanknebel. In der Kleidungs- und Textilbranche sehe es dagegen eher schwieriger aus. Durch die 2G-Regelungen seien mehr Kunden auf das Online-Geschäft umgestiegen. Auch Schmuck habe sich dieses Jahr schlechter verkaufen lassen. „Ich hoffe, dass sich in naher Zukunft die Situation in Deutschland in eine endemische Lage verändert. So kann die Gesellschaft und Wirtschaft neben dem Virus existieren“, sagt Spanknebel zuversichtlich.

Er erhalte aber die Rückmeldung, dass der überwiegende Teil der Kunden zufrieden mit der momentanen 2G-Regel sei.

Rotkäppchenladen muss schließen

Im Rotkäppchenladen in Frielendorf sei die Regelung auch auf das Verständnis der Kunden gestoßen. Allerdings sei das Geschäft definitiv durch sie beeinflusst worden, da so die Freude am Einkaufen verloren ginge, erzählt Mitarbeiterin Marlen Völker. Der Laden muss aufgrund der diesjährigen Umsatzeinbußen sogar schließen. Man habe einfach zu wenig Artikel, insbesondere Kleidung, verkaufen können. Vielleicht wolle man es aber noch einmal probieren, wenn das Ende der Pandemie in Sicht sei. Das Hauptgeschäft im Polster 7 KV gegenüber liefe aber weiterhin, und auch während der Weihnachtszeit, gut, so Völker.

Bernd Gundlach, Inhaber von Intersport Gundlach, ist dagegen glücklich mit seinem Weihnachtsgeschäft. Zwar könne man es nicht mit dem normalen Weihnachtsgeschäft vergleichen, aber unter den momentanen Umständen, habe man dennoch viel verkauft, so Gundlach. „Alles ist besser, als das Geschäft im letzten Jahr,“ sagt er. Besonders gut seien Laufschuhe in diesem Dezember verkauft worden. Aber auch Sport- und Fitnessmode sei beliebt gewesen.

Im Gegensatz zum Einzelhandel sei in der Gastronomie das Weihnachtsgeschäft ausgeblieben. Diese litt besonders unter den ausgefallenen privaten und geschäftlichen Weihnachtsfeiern, weiß Björn Spanknebel. (Jakob von Sass)

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