Musicalabend an der Totenkirche im August: 21 Gesangsschüler proben für die Show

Hair und Co. im Denkmal

Dreistündiges Programm vor der Ruine: Unter der Leitung von Musicaldarstellerin Karin George (Mitte, sitzend) bereiten sich ihre Gesangsschüler seit Mitte April auf den großen Abend am 20. August in Treysa vor. Das Spektakel findet zum siebten Mal statt. Foto: Rose

Schwalmstadt. Zum siebten Mal ist die Treysaer Totenkirche Kulisse für Tanz, Schauspiel und Gesang: Unter der bewährten Leitung von Musicaldarstellerin Karin George aus Ascherode bereiten sich 21 Gesangsschüler auf eine dreistündige Show unter freiem Himmel vor.

Am 20. August wollen die Akteure ihr Können zeigen, seit Mitte April proben sie für den perfekten Auftritt. Veranstalter sind die Stadt Schwalmstadt und die VR Bank: Moderieren wird den Musicalabend Regionalmarktleiter Thomas Fischer. Im Anschluss ist eine After-Show-Party mit den Darstellern geplant.

Beim Musikspektakel vor historischer Kulisse erwartet die Besucher in diesem Jahr Neues. „Es wird wesentlich mehr Schauspielszenen geben. Jeder Block soll diesmal auch eine Handlung bekommen“, erklärt Karin George. Eröffnen werden den Abend Songs aus bekannten Walt Disney-Filmen und Musicalproduktionen.

Neuere Produktionen

Lebendig soll auch das Musical Marie Antoinette, das 2009 Premiere in Bremen feierte, werden. Darin trifft die unglückliche Königin von Frankreich auf ein gleichaltriges Mädchen aus dem Volk. Während der Stern von Marie Antoinette sinkt, steigt dieses Mädchen mit der Revolution auf.

Auf gepflegten Grusel dürfen sich die Gäste schließlich beim Tanz der Vampire freuen. Danach interpretieren die Akteure die 2009 in Wien realisierte Bühnenproduktion Rudolf, Affaire Mayerling: Das Musical erzählt vom Leben des österreichischen Kronprinzen Rudolf, Sohn von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth.

Einen Zeitsprung unternehmen Sänger und Gäste im Finale. Das Musical Hair gilt als Meilenstein der Popkultur in den späten 1960er-Jahren. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe der Hippie-Bewegung. Alle Tanzsszenen werden von der Choreografin Renate Wiegratz mit der Truppe einstudiert.

Doch auch hinter der Bühne wird am 20. August eine Menge los sein: Frisöre, Maskenbildner und Techniker – insgesamt 14 Menschen – sorgen für Teint und Ton. Die Kostüme haben die Darsteller aus Verleihen besorgt, im Internet ersteigert sowie aus dem Fundus des Stadtgeschichtlichen Arbeitskreises geliehen.

Sieben der 21 Akteure stehen 2010 zum ersten Mal auf einer großen Bühne. „Ich wollte einfach auch mal erleben, wie man 800 Leute begeistert“, beschreibt Danny Ziegert (22) seine Motivation, mizumachen. Für Carina Rupp (19) geht mit dem Auftritt ebenfalls ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Mir hat Singen schon immer Spaß gemacht, jetzt will ich es mal vor richtig großem Publikum probieren“, erklärt die Auszubildende. Artikel links

Von Sandra Rose

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