Schwälmer Rumänienhilfe sammelt bis 28. November Spenden für Weihnachtstransport

Hilfe für die Ärmsten

Freuen sich über jedes Geschenk: Kinder in Rumänien, die zu Weihnachten Geschenke von der Rumänienhilfe von Inge und Heinz Thiel erhalten. Foto: privat

Schwalmstadt. Zum Hilfstransport für Weihnachten startet die Schwälmer Rumänienhilfe. Weihnachtspäckchen, Sach- und Geldspenden können bis zum 28. November abgegeben und überwiesen werden.

Bei dem Transport bedenken die 13 Vereinsmitglieder Mädchen und Jungen eines Kinderheims im rumänischen Ilisua sowie Schüler einer benachbarten Förderschule.

In dem vom Gesundheitsministerium getragenen Kinderheim, das das Ehepaar Thiel seit den 1990er-Jahren unterstützt, leben derzeit 100 Mädchen und Jungen im Alter von drei und 14 Jahren. An die Förderschule „CSEI Beclean“, im zehn Kilometer vom Kinderheim entfernten Ort Beclean, sind eine Kindertagesstätte und ein Internat angeschlossen. Dort werden 150 Kinder zwischen drei und 20 Jahren mit geistigen und körperlichen Behinderungen betreut und gefördert.

Für die beiden Einrichtungen bittet die Schwälmer Rumänienhilfe um Weihnachtspäckchen. Verschenkt werden kann, was gefällt. Der Wert der Geschenke sollte bei zehn Euro liegen. Auf dem Päckchen sollte das ungefähre Alter und das Geschlecht des Kindes vermerkt werden. „Meistens bekommen wir mehr Geschenke für kleinere Kinder. Es wäre toll, wenn der ein oder andere vielleicht bewusst ein Päckchen für die größeren Kinder packen würde“, sagt Inge Thiel.

Für den Weihnachtstransport werden nicht nur Päckchen benötigt. Das Autohaus Wilhelm Weckesser aus Ziegenhain stellt einen Klein-LKW zur Verfügung. „Die Sprit- und Mautkosten für zwei Fahrzeuge betragen 1600 Euro“, sagt Heinz Thiel. Hinzu kommen Anschaffungen vor Ort wie lange haltbare Lebensmittel und Brennholz für den Winter. „Deswegen wären wir dankbar für Geldspenden.“

Das Kinderheim in Ilisua umfasst mehrere Gebäude. Eines hatte die Rumänienhilfe bereits vor sieben Jahren von Grund auf renoviert. „Nicht in einem Luxusstandard, aber so, dass die Kinder es trocken haben und nicht frieren müssen“, sagt Inge Thiel. Die 40 kleinen Kinder und großen Mädchen, die dort leben, dürfen nur zum Schlafen in die Schlafsäle. Ist die Schule aus und das Wetter schlecht, müsse sie sich im Flur aufhalten. Einen Gemeinschaftsraum gibt es nicht. „Wir schätzen, dass wir für den Anbau eines Aufenthaltsraums und dessen Mobiliar 10 000 Euro benötigen“, sagt Heinz Thiel.

Keinen Sportlehrer mehr

Die Förderschule, in deren Internat 60 Kinder leben, soll für den Sportunterricht und den Pausenhof Schaukeln, Tornetze und Bälle bekommen. „Der Sportlehrer wurde abgezogen, umso wichtiger ist es für Kinder mit Behinderungen, dass Bewegungs- und Sportgeräte vorhanden sind“, sagt Inge Thiel.

Von einem Teil der jüngsten Geldspenden hatte die Rumänienhilfe Anfang des Jahres einen Therapiestuhl für die Förderschule angeschafft. Das Sanitätshaus MTO Schwalmstadt spendete zusätzlich zwei Therapiestühle, vom Sanitätshaus König kamen Spenden wie Gehhilfen, Rollstühle und mehr. (ras)

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