Jobcenter Schwalm-Eder zieht nach einem Jahr positive Bilanz der sozialen Beratung

Hilfe für Arbeitslose

Hilfe für Arbeitslose: Elke Sinning (rechts) vom Oikos-Sozialzentrum Schwalmstadt beim Beratungsgespräch. Foto: privat

Schwalmstadt. Soziale Beratung für Arbeitssuchende mit psychischen und sozialen Problemen bietet das Jobcenter Schwalm-Eder seit gut einem Jahr an. Die freiwillige und kostenlose Beratung in Kooperation mit dem Oikos-Sozialzentrum Schwalmstadt finden in den Räumen der Jobcenter in Schwalmstadt, Homberg, Fritzlar und Melsungen statt.

Hintergrund der Beratung ist nach Angaben von Hans-Gerhard Gatzweiler, Geschäftsführer des Jobcenters Schwalm-Eder, dass es vielen von den Jobcentern betreuten Menschen aufgrund persönlicher Probleme nicht gelinge, sich auf eine Zusammenarbeit mit dem Jobcenter einzulassen.

Hemmnisse beseitigen

Zunächst gehe es um das Erkennen und Bearbeiten von Hemmnissen, die eine Rückkehr in das Arbeitsleben besonders erschwerten, so Gatzweiler weiter. Sie könnten beispielsweise in psychischen Erkrankungen oder besonderen sozialen Problemen liegen. Aufgabe der sozialen Beratung sei es, nach Unterstützung zu suchen, um die persönliche Situation zu verbessern.

Im Vordergrund steht dabei die Freiwilligkeit: „Die soziale Beratung im Jobcenter richtet sich an Menschen, die diese Hilfe wünschen. Sie wird angeboten, nicht angeordnet“, ergänzt Elke Sinning, Mitarbeiterin des Oikos-Sozialzentrums.

Wichtig dabei sei, dass es zu einer guten Gesprächsatmosphäre komme, die es erlaubt, eine respektvolle Basis zu schaffen. Aufgabe der sozialen Beratung sei es, dem Hilfesuchenden und dem Jobcenter Vorschläge zu unterbreiten, wie die Probleme behoben werden könnten. „Vertraulichkeit des Beratungsgespräches bleibt aber gewahrt“, unterstreicht Elke Sinning.

Seit Beginn der Kooperation mit Oikos im vergangenen Jahr habe es 50 Beratungen gegeben. Aktuell würde das Angebot auf über 50 neue Fälle erweitert werden. „Die ist Bilanz ist sehr gut. Sowohl die beratenen Teilnehmer als auch die Arbeitsvermittler äußern eine hohe Zufriedenheit“, berichtet Hans-Gerhard Gatzweiler.

Daher werde angestrebt, Arbeitssuchenden mit besonderer Problemlagen ergänzende Beratungshilfe anzubieten. Nicht zuletzt habe die Politik erkannt, wie hemmend sich gesundheitliche und soziale Probleme auf die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen auswirken könnten. Schlimmer noch, Langzeitarbeitslosigkeit kann solche Probleme erst verursachen. (ras)

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