THW-Schwalmstadt und Reservisten der Kreisgruppe Lahn-Schwalm-Eder übten

Hilfe kam von ganz oben

Schwindelerregend: Gemeinsam wurde das Retten aus Höhen und Tiefen geübt. Foto: privat

Schwalmstadt. Innerhalb ihrer zivil-militärischen-Zusammenarbeit trafen sich jüngst das THW-Schwalmstadt und die Reservisten der Kreisgruppe Lahn-Schwalm-Eder, um gemeinsam zu lernen, wie verletzte Menschen aus Gefahrenlagen in luftigen Höhen gerettet werden können.

Dafür hatten die Helfer des THW unter Leitung von Zugführer Michael Gebhardt einen acht Meter hohen Übungsturm gebaut. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung wurden zunächst zwei Gruppen gebildet, die sich abwechselnd mit dem Bau eines Leiterhebels aus vier Metern Höhe und dem Ablassen eines Dummys aus acht Meter Höhe beschäftigten.

Der Leiterhebel ist eine Behelfskonstruktion aus Leitern, Rettungsleinen und einer Schleifkorbtrage, die dazu dient, Verletzte möglichst schonend aus bis zu sieben Metern Höhe zu retten. Um Verletzte aus höhergelegenen Stockwerken zu retten, kommt das Rollgliss-Seilzuggerät zum Einsatz.

Mit Hilfe dieses Seilzuges und einer weiteren Schleifkorbtrage wurde der 70 Kilo schwere Dummy abgeseilt.

Im Anschluss bestand für die wagemutigen Kameraden noch die Möglichkeit, sich mit der Rettungsausstattung selbst vom Übungsturm abzuseilen.

Intensiver Kontakt

Der Ortsverband Schwalmstadt pflegt seit vielen Jahren intensiven Kontakt mit der Kreisgruppe Lahn-Schwalm-Eder, berichten die Veranstalter. Und hat bereits zahlreiche Ausbildungsveranstaltungen ausgerichtet, um Reservisten und Soldaten auf den Einsatz im Bevölkerungsschutz vorzubereiten, heißt es in einer Pressemitteilung – wie er etwa im vergangenen Jahr bei der Elbe-Flut notwendig war. (jkö)

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