Information ist wichtig

Kommentar zu Protest von Flüchtlingen in Schwarzenborn

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Über das Internet-Portal Twitter gepostet: Protestaktion von Flüchtlingen im Lager Schwarzenborn

Der Protest der Menschen in der Zeltstadt am Knüll mag manchen vor den Kopf stoßen - doch es ist nicht schwer, sich in deren Lage zu versetzen. Ein Kommentar von Anne Quehl

Wahrscheinlich mangelt es ihnen vor allem an Information darüber, wie es für sie weitergehen soll. Es ist eine ganz gewöhnliche psychologische Gruppenreaktion, bei massiver Verunsicherung durchaus überzogen zu reagieren.

Hinzu kommt, dass viele Asylsuchende ein Grundvertrauen in einen Rechtsstaat nach unserem Muster nicht kennen. Ihnen fehlt die Zuversicht, dass man sich tatsächlich um sie kümmern wird und sie nicht sich selbst in einem kalten Herbst und Winter in einer einsamen Mittelgebirgsregion überlässt.

Man sollte den Flüchtlingen besser vermitteln, was Lokalpolitiker als erstes unterstrichen hatten: Das Lager auf dem Knüll kann nicht mehr als ein vorübergehender Notbehelf sein. Und sie müssen erfahren, dass die Situation auch für die Gastgeber mehr als ungewohnt ist. Verständigung ist der Schlüssel.

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