Kommentar zu den toten Kindern von Seigertshausen: Die nahe Tragödie

Drei Kinder ertranken im Feuerlöschteich von Seigertshausen. Dazu ein Kommentar unseres Nachrichtenredakteurs Wolfgang Blieffert.

Eine Stadt in Trauer, ein Land unter Schock - solche Überschriften gehören zur journalistischen Routine, wenn es um Anschläge in Paris oder ein Attentat in Großbritannien geht. Doch je näher uns Tragödien wie die am Feuerlöschteich von Seigertshausen kommen, desto mehr wird deutlich, wie abgegriffen solche Formulierungen letztlich sind und wie schrecklich hilflos.

Denn sie drücken völlig unzureichend aus, was da für ein Unglück über eine Familie hereingebrochen ist, welch unermessliches Leid es bedeutet, wenn drei von sechs Kindern nahe dem eigenen Heim ums Leben kommen. Worte versagen, Gesten verpuffen. Aber sie sind notwendig, denn in Situationen wie diesen muss sich die Gemeinschaft eines Dorfes bewähren.

Spekulationen über die Ursachen dieses Unglücks verbieten sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Aber die Frage muss erörtert werden, ob es ausreichend ist, Teiche wie den in Seigertshausen nur mit Warnschildern zu sichern. Das ist man den Toten und ihrer Familie schuldig.

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Rubriklistenbild: © Rudolph

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