Kommentar zum Ende des Jägerregiments: Zurück in die Reihe

Mit einem Appell am Donnerstag wird das Jägerregiment 1 in Schwarzenborn Geschichte sein. Als "Leuchtturmprojekt des Heeres" war es in 2006 aufgestellt worden. Ein Kommentar von Sylke Grede.

Schluss ist mit der Exklusivität, die das Jägerregiment mit sich brachte. Mit der Abwicklung wird die Truppe im Knüll wieder zurück ins Glied treten. Die luftbewegliche Jägertruppe als Eliteinfanterie wurde erprobt, geprüft und aufgelöst.

In diesem Verband traf nicht nur erstmals Infanterie auf Hubschrauber, erstmals wurden auch Teile aus anderen Truppengattungen zusammengefasst; die Einheit konnte somit vollkommen selbstständig zum Einsatz kommen. Und erinnert man sich an die lange Liste der Auslandseinsätze innerhalb kürzester Zeit, wird schnell klar: Da wo es am schwierigsten war, waren die Jäger aus Schwarzenborn dabei. Nun finden sich die Fähigkeiten des Jägerregiments in anderen Einheiten wieder und werden damit auf größere Füße gestellt.

Insgesamt ist Schwarzenborn beim jüngsten Standortkonzept des Verteidigungsministeriums mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn zahlenmäßig ändert sich nicht viel am Standort und dem künftigen Jägerbataillon bieten sich mit eigenem Übungsplatz vor der Haustüre beste Standards.

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