Landung an der Klinik

Hubschrauber können Landeplatz in Schwalmstadt jetzt rund um die Uhr ansteuern

+
Zertifiziert: Der bisherige Notfall-Landeplatz hinter der Hephata-Klinik ist nach dem Umbau und der Abnahme durch das Regierungspräsidium Kassel nun ein Sonderlandeplatz für Hubschrauber. Die Feuerwehr Schwalmstadt übte dort zusammen mit der Bundespolizei.

Einen Notfall-Landeplatz für Hubschrauber gibt es in Schwalmstadt hinter der Hephata-Klinik zwar schon lange. Aber erst durch zahlreiche Investitionen kann der Helikopter nun rund um die Uhr starten und landen. 

Durch mehrere bauliche Maßnahmen ist der Landeplatz in den vergangenen Monaten  deutlich aufgewertet worden. Der Platz kann seit Kurzem rund um die Uhr auch in Katastrophenschutz-Fällen und in Notfällen genutzt werden, die in keinem Zusammenhang mit der Hephata-Klinik stehen.

Damit der bisherige Notfall-Landeplatz als „Sonderlandeplatz für Hubschrauber“ vom Regierungspräsidium Kassel behördlich abgenommen und klassifiziert werden konnte, waren Investitionen in Höhe von rund 200 000 Euro nötig. Unter anderem ist der rund 20 mal 20 Meter große Platz mit einer sogenannten Befeuerungsanlage zur Verbesserung der Sichtbarkeit aus der Luft ausgestattet worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Außerdem hat die Hephata Diakonie eine Ampel- und Warnlicht-Anlage errichtet, um den Feldweg, der an dem Landeplatz entlang führt, während einer Landung oder eines Abflugs für den Autoverkehr zu sperren.

45 Mitarbeiter der Hephata-Klinik sind in einer kombinierten Schulung zu Flug- und Brandschutzhelfern ausgebildet worden. Organisiert vom Hephata-Brandschutzbeauftragten Uwe Schwalm haben externe Fachleute die Mitarbeiter theoretisch und praktisch geschult. „Bei allen Flugbewegungen müssen zwei dieser sogenannten sachkundigen Personen anwesend sein und Landung sowie Abflug überwachen“, erläutert Schwalm, der als Leiter des Hephata-Bereichs „Bau und Technik“ auch die Planung der baulichen Maßnahmen am Landeplatz übernommen hatte.

Eine weitere Einweisung gab es für die Mitglieder der Schwalmstädter Feuerwehr. Dafür landete ein Hubschrauber der Fliegerstaffel der Bundespolizei auf dem Landeplatz. Der Pilot erklärte den Feuerwehrleuten die Sicherheitseinrichtungen.

Rund 10 bis 15 Mal pro Jahr landet im Schnitt ein Hubschrauber an der Hephata-Klinik. In der Schlaganfall-Akutbehandlung zählt jede Minute. „Die meisten der mehr als 250 Schlaganfall-Patienten, die wir pro Jahr behandeln, müssen zwar nicht operiert werden“, erklärt Iris Frech, Geschäftsführerin der Hephata-Klinik. Wenn allerdings doch ein chirurgischer Eingriff notwendig ist, können Notfallpatienten aus der Hephata-Klinik sehr schnell in die Kasseler Stadtklinik gebracht werden. „Wir sind Teil des neurovaskulären Zentrums Nordhessen. Dadurch können Akutpatienten aus unserer Klinik direkt in Kassel aufgenommen werden“, erläutert Frech.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.