Kirche offen für Radfahrer

In Röllshausen können Sportler im Gotteshaus rasten

Die Schließdienstgruppe, der Kirchenvorstand und Pfarrer Thomas Lux freuen sich auf Radfahrbesuch in der Kirche Röllshausen, von links Ernst Schmitt, Andreas Wettlaufer-Ganz, Elisabeth Diehl, Else Rupprich, Wolfgang Klappstein, Ursula Knierim, Pfarrer Thomas Lux und Erwin Roth.
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Die Schließdienstgruppe, der Kirchenvorstand und Pfarrer Thomas Lux freuen sich auf Radfahrbesuch in der Kirche Röllshausen, von links Ernst Schmitt, Andreas Wettlaufer-Ganz, Elisabeth Diehl, Else Rupprich, Wolfgang Klappstein, Ursula Knierim, Pfarrer Thomas Lux und Erwin Roth.

Seit Sonntag zählt die Kirche Röllshausen zu einer von insgesamt 800 Radwegekirchen in Deutschland und der Schweiz.

Röllshausen – Nach gut einem Jahr Probezeit als „offene Kirche“ überreichte Nina Wetekam, Referentin des Landeskirchenamtes, das entsprechende Signet, das fortan neben dem Portal der Kirche zu sehen sein wird. „Unsere Kirche ist täglich von zehn bis 18 Uhr geöffnet und dient als Ort der Einkehr und Rast“, freut sich Pfarrer Thomas Lux.

Ein fünfköpfiges Schließdienstteam aus der Nachbarschaft der Kirche kümmert sich um das Auf- und zu Zusperren und hat immer auch einen Blick auf das Geschehen. „Bislang kamen noch nicht viele Radfahrer an der Kirche vorbei. Aber das Angebot muss sich auch erst einmal herumsprechen und die Witterung muss besser werden“, sagte Nachbar Wolfgang Klappstein.

Für das Signet der Radfahrkirche hat die Gemeinde viel getan. Zum einen wurden sanitäre Anlagen geschaffen und beim Verkehrsverein borgte man sich eine erste Ruhebank für den Außenbereich. „Demnächst wird eine Sitzgruppe den Pfarrgarten krönen und es wird einen Fahrradständer geben“, sagt Kirchenvorstand Erwin Roth, der sich freut, dass auch der Bürgermeister das Vorhaben förderte. „Die Gemeinde brachte auch schon die Hinweisschilder an der Straße an“, freut sich Roth.

Dieses Signet weist Radlern daraufhin, dass es sich beim Gotteshaus um eine Radwegekirche handelt.

Radler müssen vom vorbeiführenden Radweg R4 nur einen kleinen Abstecher zur Kirche nehmen. Neben den pragamatischen baulichen Veränderungen hat die Kirche auch im Innern einiges für die Radler zu bieten. Ein freundlich gestaltetes Gästebuch empfängt die Gäste und ein Holzrahmen wird eigene Gebete und Gedanken in einer Art Pinnwand aufnehmen. „Die Gedanken der Menschen können von unserem Pfarrer in den Gottesdiensten aufgegriffen werden“, sagt Roth. Eine Schale mit Sand steht für das Entzünden kleiner Teelichter als Zeichen des Gedenkens bereit und Pfarrer Thomas Lux grüßt seine Gemeindemitglieder und Gäste am Kirchenportal mit seinem „Pänner’sch Gruß“. Über den „Pänner’sch Gruß“ hält Lux in der Coronazeit, wo es mit Gottesdienstbesuchen nicht ganz so einfach ist, den Kontakt zur Gemeinde und schickt seine christliche Gedanken und Gebetsanregungen in Papierform zu den Menschen. Zur kleinen Stärkung stehen Traubenzucker und Bibelkekse für die Ausflügler parat.

Noch vor Pfingsten soll das bunte Kirchenfenster, das zur Zeit in einer Fachwerkstatt restauriert wird, wieder zurück in Röllshausen sein. „Das Fähnchen des Lammes warf einige Fragen auf. Es war nicht original und so musste geklärt werden, welches Symbol die Fahne schlussendlich trägt“, erklärt Lux die verzögerte Rückkehr des historischen Fensters. Eine weitere Veränderung brachte die Öffnung des Seitenportals, das einst zu einem Mehrzweckschrank umgebaut worden war. „Jetzt haben wir wieder direkten Kontakt zum Pfarrgarten und können auch eine Einbahnregelung beim Gottesdienstbesuch gewährleisten“, freute sich der Kirchenvorstand, dem die Öffnung der Kirche schon lange eine Herzensangelegenheit war, um christliche Gastfreundschaft zu zeigen und Menschen in Röllshausen willkommen zu heißen. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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