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In Treysa entsteht eine zweite große Gemeinschaftsunterkunft

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Von: Anne Quehl

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Das Foto zeigt eine Karte des Gewerbegebietes.
Im Gewerbepark Harthberg entsteht eine neue Unterkunft für Geflüchtete. © Anne Quehl

In Treysa wird derzeit ein ehemaliges Kasernengebäude als eine weitere große Gemeinschaftsunterkunft hergerichtet.

Treysa/Schwalm-Eder – Auf HNA-Anfrage bestätigt das ein Kreissprecher. Es handelt sich um einen Block auf dem Harthberg, der früher der Unterbringung von Soldaten diente. Anfang 2023 soll die Unterkunft bezugsfertig sein und bis zu 120 Menschen Wohnraum bieten.

Ganz in der Nähe in Treysa besteht seit den Neunzigerjahren eine Gemeinschaftsunterkunft, wo derzeit knapp 100 Menschen leben. Mehr Personen können dort laut der Kreisverwaltung nicht einziehen, die dort vorhandenen Platzkapazitäten seien nahezu ausgeschöpft.

In seiner Antwort verweist der Kreis darauf, dass er einen gesetzlichen Auftrag zur Unterbringung von Zugewanderten erfüllen muss, „die Zahl geflüchteter Menschen steigt derzeit deutlich an, sodass weitere Kapazitäten zur Erfüllung unumgänglich sind“.

Die Zahl geflüchteter Menschen in Schwalmstadt steigt

Zurzeit leben im Landkreis 1513 geflüchtete Personen (Stand 25. Oktober), die nach dem Landesaufnahmegesetz zugewiesen wurden, davon 245 in Schwalmstadt. Nicht berücksichtigt sind dabei geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

Die Aufschlüsselung sieht so aus, dass der Landkreis 575 Personen in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht hat. Weitere 937 leben in Wohnungen im gesamten Kreisgebiet. Auch dies sind die Zahlen ohne geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Wie sich die Neuankünfte entwickeln, wissen die Verantwortlichen nicht zu sagen: „Da sich derzeit die Zahl geflüchteter Menschen deutlich erhöht, ist eine seriöse mittelfristige Prognose aktuell nicht möglich.“

Landkreis organisiert Verteilung der geflüchteten Menschen

Die neue Unterbringung in Treysa mietet der Kreis an, „der Landkreis ist bemüht, eine ausgewogene Verteilung zu gewährleisten. Dies gelingt jedoch aufgrund der lokal unterschiedlichen Wohnungsmärkte nicht immer. Konkrete Vorhaben bestehen derzeit keine. Es ist zunächst geplant, die Kapazitäten bestehender Unterkünfte mit Hilfe von Wohncontainern aufzustocken“.

Aufgrund ihrer ethnischen Herkunft sowie der Zimmerbelegung werde die Zahl von 120 Personen in der neuen Unterkunft in Treysa eher weniger erreicht. Die Geflüchteten werden dem Kreis vom Land zugewiesen. Der Kreis erfahre rund eine Woche vor der Zuweisung die genaue Personenzahl. Es werde sich voraussichtlich überwiegend um Personen aus Afghanistan, Syrien sowie der Türkei handeln.

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