Energieversorger EAM nimmt neuen Transformator in Betrieb

Investition in das Umspannwerk

Ausgetauscht: Dieser 60 Tonnen schwere Transformator wurde in den vergangenen Tagen in das Umspannwerk Aula bei Kirchheim eingebaut. Auf unserem Bild nehmen (von links) EAM-Netzregion-Leiter Jörg Gisselmann, Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner und Projektleiter Andreas Vix den Koloss in Augenschein. Foto: Eisenberg

Oberaula/Kirchheim. Der kommunale Energieversorger EAM hat das Umspannwerk Aula aufgerüstet. Rund 450 000 Euro hat der neue Transformator gekostet, der jüngst eingebaut wurde.

Das zwischen dem Kernort und dem Ortsteil Heddersdorf gelegene Umspannwerk ist ein wichtiger Knotenpunkt in der Stromversorgung des östlichen Schwalm-Eder-Kreises und des westlichen Kreises Hersfeld-Rotenburg.

Der neue 60-Tonnen-Koloss hat im Umspannwerk die Aufgabe, die Hochspannung aus den Zuleitungen von 110 000 Volt in Mittelspannung von 20 000 Volt umzuwandeln. Von dort wird die Energie über das Netz der Energienetz Mitte, einer hundertprozentigen EAM-Tochter, in die Verteilstationen in den Orten und an die Kunden weitergeleitet.

Erneuerbare Energie

Notwendig geworden sei die Investition durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere durch den möglichen Bau weiterer Windkraftanlagen auf den im Regionalplanentwurf vorgesehenen Vorrangflächen, erläuterte Jörg Gisselmann, Leiter der EAM-Netzregion Bebra, bei einem Ortstermin auf der Baustelle.

Überschuss aufnehmen

Während früher die von Großkraftwerken erzeugte Elektrizität auf die Verbraucher verteilt wurde, werde heute vermehrt Energie ins Mittelspannungsnetz eingespeist. Zudem müsse zeitweise der Überschuss aus der erneuerbaren Energie aufgenommen werden.

Moderne Regeltechnik

Auf diese Entwicklung reagiere die EAM mit moderner Regeltechnik und größerer Trafoleistung, erläuterten Gisselmann und Projektleiter Andras Vix bei dem Ortstermin mit Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner. Insgesamt dauert der Trafo-Austausch, bei dem auch Zuleitungen und Schalttechnik erneuert werden, etwa zwei Wochen. Die umliegenden Orte werden während der Bauphase über das Verbundnetz natürlich weiterhin mit Strom versorgt. Das erfordere eine gute Vorplanung, so Gisselmann und Vix. Der Trafo im benachbarten Umspannwerk in Ottrau etwa dürfe nämlich nicht zeitgleich abgeschaltet werden, um die Versorgung der umliegenden Orte zu gewährleisten.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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