Familie Tschepa aus Zella beobachtet Waldohreulenfamilie in der Schwalm

Jäger in der Dämmerung

Gungelshausen. Nicht ganz alltägliche Gäste beobachten Maritta und Georg Tschepa zwischen Zella und Gungelshausen: Das Ehepaar geht davon aus, dass es fünf Waldohreulen sind, die sich dort in der Nacht regelmäßig auf die Mäusejagd begeben.

Eine ganze Familie – drei Jungtiere und das Elternpaar – sind nach Angaben des Zellaers Ehepaars jede Nacht sehr aktiv. Meist ab 22 Uhr hören die beiden die Eulen deutlich, denn dann scheint die nächtliche Mäusejagd loszugehen. „Es ist einfach wunderbar, die Waldohreulen in unmittelbarer Nähe in der Abenddämmerung zu beobachten und zu hören, wenn wir im Freien auf unserer Bank auf der Anhöhe sitzen“, sagt Georg Tschepa.

Die Natur zwischen Zella und Gungelshausen kennen die Tschepas ganz genau. Seit 40 Jahren verbringen die Zellaer auf ihrem Anwesen auf einer Anhöhe, etwas abgelegen zwischen Zella und Gungelshausen, jede freie Minute: Die Familie betreibt dort eine kleine Jausenstation und im Nebenerwerb etwas Landwirtschaft mit Rhönschafen und Kühen einer irischen Rinderrasse. Die Jausenstation der Tschepas zwischen Zella und Gungelshausen ist das Ziel vieler Wandergruppen und auch Radfahrgruppen.

Seit März verfolgt die Familie Tschepa das Geschehen um die Waldohreulen zwischen Zella und Gungelshausen. Das ist in 40 Jahren eine Premiere: Laut Familie Tschepa sind die Waldohreulen in diesem Jahr zum ersten Mal dort beheimatet. Manchmal kämen die Vögel sogar bis dicht an das Haus der Familie.

Den Tschepas glückten auch einige Fotos von den Waldohreulen. Die wurden zur Erinnerung an die seltenen Gäste eingerahmt. Die Tschepas hoffen nun, dass die Vögel Stammgäste in der Nähe ihrer Jausenstation werden, im nächsten Jahr wieder eine Familie gründen und weiterhin in der Schwalm auf Mäusejagd gehen.

Von Jörg Döringer

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