Blutspende in der Kulturhalle 

Schlange stehen für gute Tat: Nur wer angemeldet war, durfte Blut spenden

Einlasskontrolle: von links Dawid Greiff vom Roten Kreuz und Spenderin Verena Lossek.
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Einlasskontrolle: von links Dawid Greiff vom Roten Kreuz und Spenderin Verena Lossek.

Strengste Regularien bestimmten das Blutspenden am Dienstagnachmittag in der Kulturhalle in Ziegenhain.

Jeder Blutspender hatte sich im Vorfeld telefonisch oder über die Homepage des DRK-Blutspendedienstes anzumelden und einen Termin zu vereinbaren. So wurden auch nur diejenigen eingelassen, die zur vereinbarten Zeit vor Ort waren.

Vor dem Einlass gab es Kontrollen 

Die Einlasskontrollen waren streng, wurde zunächst doch Fieber gemessen und abgefragt, ob in den vergangenen Wochen Kontakt zu einem Corona-Infizierten bestand oder es einen Auslandsaufenthalt gegeben hat. Der von den Spendern selbst mitgebrachte Mund-Nase-Schutz musste gegen einen neuen getauscht werden und auch die Hände galt es zu desinfizieren, bevor der Einlass gewährt wurde.

Auch der Ablauf beim Blutspenden war von strikten Vorgaben geprägt, konnten sich alle nur im Einbahnstraßensystem durch die Halle bewegen, Getränke wurden in Flaschen ausgegeben. „Der Imbiss und Ehrungen entfallen ganz“, erklärte Michaela Heer, die die Blutspendetermine im Kreis organisiert. Zehn Blutspendeliegen warteten auf Freiwillige. Insgesamt hatten sich 150 Personen zur Blutspende angemeldet, sodass der Termin im Vorfeld bereits ausgebucht war.

Ohne Anmeldung war das Reinkommen schwierig 

Wer spontan vorbeischaute, musste in der Regel wieder nach Hause gehen. „Nur wenn jemand nicht zur Blutspende zugelassen wird, können wir mit Spontanbesuchern ergänzen“, erklärte Heer. Urkunden und Nadeln würden den Blutspendern zugeschickt und auch die Präsente würden nachgereicht werden. „Die Schokolade am Ende gibt es aber nach wie vor“, versicherte sie.

Ungewöhnliche Wartesituation vor der Kulturhalle 

Der erste Spendentermin in Coronazeiten war auch für Annika Horn, Bereitschaftsleiterin beim Ortsverein Ziegenhain, eine neue Erfahrung – wurde doch die Organisation weitestgehend vom Blutspendedienst übernommen. „Es gilt, so wenige Helfer wie möglich, einzusetzen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Wir haben dem Dienst quasi zugearbeitet“, sagte sie. In der Halle selbst habe sich durch die Abstandsregeln eine völlig neue Aufteilung ergeben, Ärzte und Labor etwa waren im Thekenbereich untergebracht. Spenderfragebögen lagen auf einzelnen Tischen aus, jeder Freiwillige musste sich zum Ausfüllen einen Stift nehmen und diesen auch mitnehmen. „Pro Viertelstunde konnten acht bis zehn Menschen Blut spenden“, erklärte Horn.

Eine Schwierigkeit ergab sich aus der Wartesituation vor der Kulturhalle. Spender hätten dort in der Sonne gestanden und bei der Einlasskontrolle dann eine erhöhte Temperatur gehabt. „Eine zehnminütige Abkühlphase im Schatten hat dann aber geholfen – aber diesen Aspekt hatten wir nicht bedacht. Vielleicht stellen wir beim nächsten Mal Sonnenschirme auf.“

Es geht nur mit Voranmeldung 

Die meisten Spender reagierten gelassen auf die neuen Regeln, einige Beschwerden habe es aber gegeben. „Einige Spontanspender haben uns beschimpft. Aber im Moment geht es nur mit Voranmeldung. Das wird bis September so bleiben“, erklärte Horn. Für die 26-Jährige Verena Lossek, die zum 28. Mal spendete, war das Prozedere jedenfalls kein Problem: „Mir ist es nicht wichtig, ob ich ohne oder mit Maske spende. Die Blutspende an sich zählt.“ Freie Termine für Spender gibt es noch für Samstag, 30. Mai, in Wabern und für Donnerstag, 4. Juni, in Ottrau.

unter blutspende.de

Von Regina Ziegler-Dörhöfer und Sandra Rose

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