CDU fordert schnelleren Ausbau der U3-Betreuung – SPD: Im August ist Anbau fertig

Jüngste sind Wahlkampfthema

Gilserbergs Kindergarten soll bald wachsen: Auf unserem Archivbild sind Pauline Greta Bruns, Aliya Hagemeier, Erzieherin Gerlinde Helmbrecht und Tabea Spielmann zu sehen. Archivfoto: Rose

Gilserberg. Die Gilserberger CDU hat eines ihrer Themen für den Kommunalwahlkampf gefunden: Der Partei geht der Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige nicht schnell genug. Die bestehenden Plätze im Gilserberger Kindergarten reichten nicht aus, teilte der Gemeindeverbandsvorsitzende Michael Stuhlmann mit. Bürgermeister Lothar Vestweber (SPD) hält dagegen: Der Kindergarten-Anbau mit 16 Betreuungsplätze für die Jüngsten sei voraussichtlich Anfang August bezugsfertig.

Bereits jetzt werden fünf Kinder unter drei Jahren im gemeindeeigenen Kindergarten in Gilserberg betreut. Vestweber bestätigt, dass der Kindergarten ausgelastet sei, aber die Planung für einen Ausbau habe nicht übers Knie gebrochen werden dürfen. Während die CDU moniert, dass es bislang noch kein tragfähiges Konzept und keinen Beschluss gebe, sagt Bürgermeister Vestweber, dass eine Landesförderung über 270 000 Euro beantragt und ein Architekt beauftragt sei. Insgesamt werde der Anbau an den Kindergarten 300 000 Euro kosten. Die Arbeiten würden „so schnell wie möglich begonnen“.

Angesprochen auf die Kritik der CDU, die das Vorhaben zu halbherzig verfolgt sieht, sagte Vestweber, dass im vergangenen Jahr zunächst andere Projekte dringlich gewesen seien: Zum Beispiel die Investition in zwei Kläranlagen.

Was den Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige angeht, sei die Gemeinde vom Landesrechnungshof angehalten worden, zunächst Alternativen für einen teuren Neubau auszuloten. Leerstehende Räume hätte es aber weder in der Schule noch in der Hochlandhalle gegeben, teilte Vestweber mit.

Von Bastian Ludwig

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