Jürgen Kaufmann (53) wurde als Bürgermeister Schwarzenborns verabschiedet

Heiteres Ade am Knüll

Im Familienkreis: Jürgen Kaufmann mit Tochter Isabella, Ehefrau Astrid, Tochter Franziska und Stadtverordnetenvorsteher Marco Rösner (von links). Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Die Schwarzenborner lassen ihren Rathauschef Jürgen Kaufmann ungern gehen: Das war am Donnerstagabend die eindringliche Botschaft bei seiner Verabschiedung aus dem Amt.

Vertreter der politischen Gremien, aus Wirtschaft und Vereinen zollten dem 53-Jährigen ihren Respekt. Und sparten nicht mit netten Worten und mancher Anekdote. Stadtverordnetenvorsteher Marco Rösner lenkte die Gäste souverän durch den Abend.

Klänge des Posaunenchors stimmten auf die Feier ein, der der Beschluss der Stadtverordneten voran ging, Kaufmann zum Ehrenbürgermeister zu ernennen. Den Stadträten Marc Liebermann und Horst Nierichlo oblag die Aufgabe, die Verabschiedungsurkunde zu überreichen. „Du hast einst ein Schreibetui von mir bekommen: Mit dem Stift hast du viele gute Verträge für die Stadt unterzeichnet und mit spitzer Feder auch den Haushalt gut geführt“, sagte Liebermann. Rösner erklärte: „Hinter einem erfolgreichen Bürgermeister steht mindestens eine erfolgreiche Familie.“

Landrat Winfried Becker beschrieb Kaufmann als zupackend, nicht zögernd, klar und transparent: „Du hast der Stadt gut getan, du wirst auch dem Kreis gut tun.“

Noch gut erinnerte sich Karl-Christian Schelzke vom Hessischen Städte- und Gemeindebund an seinen ersten Besuch in Schwarzenborn: „Ich sah nur Militär. Da habe ich als Wehrdienstverweigerer erstmal einen ordentlichen Schrecken bekommen.“

Militärische Ehren wurden Kaufmann auch sogleich zuteil. Oberstleutnant Karsten Krämer erklärte, der Bürgermeister sei stets ein „echter Partner“ gewesen: „Die Soldaten sind in Schwarzenborn tief verwurzelt.“ Kaufmann, der gelernte Förster, darf jetzt auch wieder häufiger Grün tragen – als Ehren-Jäger. Partei-Genosse Jürgen Liebermann rief ihm zu: „Glück auf, Kaufi.“

Kaufmann blickte in seiner Rede vor allem auf „menschliche Projekte“ zurück. „Als wir die Flüchtlinge aufnahmen, habe ich viel Menschenfreundlichkeit erlebt. Ich bin stolz auf meine Schwarzenborner.“ Er dankte den Parlamentariern für eine konstruktive und kritische Begleitung. Zum Abschied wählte er einen militärischen Gruß: „ Bürgermeister Kaufmann – ich melde mich ab.“

Von Sandra Rose

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