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Krieg in der Ukraine: Spenden aus dem Kirchenkreis

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Von: Sylke Grede

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Organisierten Spenden für die Ukraine: von links Daniel Helwig, Johannes Opitz, Gaby, Julia Kinsvater, Laura Brüchle, Maren Melchior, Linus Dietrich, Noah Mühling, Heike Knauff-Oliver, Bruni Ide-Mölleken, Inga Morgenroth, Sven Wagner und Fabius Gebhardt.
Spenden für die Ukraine: von links Daniel Helwig, Johannes Opitz, Gaby, Julia Kinsvater, Laura Brüchle, Maren Melchior, Linus Dietrich, Noah Mühling, Heike Knauff-Oliver, Bruni Ide-Mölleken, Inga Morgenroth, Sven Wagner und Fabius Gebhardt. © Arche

Eigentlich sollte es nur ein kleiner übersichtlicher Spendenbeitrag werden, doch dann wurde er sehr groß. Schon Ende Februar gingen zwei Ladungen Hilfsgüter aus dem Diakonieladen „Allerhand“ Schwalmstadt, nach Neu Isenburg an die Ukraine Hilfsorganisation „...täglich Brot für Beregovo“: Kleidung, Hygiene-Artikel 230 000 Vinyl-Handschuhe und 25 000 OP-Masken, die dann mit einem Transport Anfang März von Neu Isenburg direkt in die Ukraine gebracht wurden und nach gut einer Woche angekommen sind.

Schwalmstadt - Doch das sollte es nicht gewesen sein. „Zunehmende Gewaltattacken in der Ukraine und die Not der Menschen bewegte auch unsere Jugendliche der Arche in Treysa, sie wollten etwas tun“, berichtet Diakon Sven Wagner.

Nicht hilflos zusehen, sondern helfen wollten sie. Hochmotiviert wurde unter dem Motto „Brot für Frieden“ und zusammen mit dem Kirchenkreis Schwalm-Eder und den Diakonen eine große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Kirchengemeinden, Schulen und auch Firmen schlossen sich an.

Das Einzugsgebiet erstreckt sich über den gesamten Kirchenkreis von Schwalmstadt über Wabern, Homberg, Melsungen mit vielen kleineren Gemeinden bis in den südöstlichen Bereich Neukirchen, Ottrau.

Weit über 30 Tonnen Hilfsgüter sind zusammengekommen. Hauptsächlich Lebensmittel wie Mehl, Nudeln, Reis, Konserven, Hygieneartikel, Babynahrung; Dinge die derzeit in und an den Grenzen der Ukraine dringend gebraucht werden.

Alles wurde von überwiegend Jugendlichen, gesammelt, sortiert und auf Paletten verpackt. Ein erster, großer Lkw ging am Dienstag direkt gen Osten. Zwei Tage, etwa 14 000 Kilometer legte er nun zurück, bis zu seinem Zielort östlich von Debrecen Ungarn an der Grenze zur Ukraine. Schon am Donnerstagmorgen kam die Nachricht, dass der Transport gut am Zielort angekommen ist.

Vom Grenzdepot aus wird die Ladung von einem Pastor der Reformierten Kirche von Ungarn, übernommen.

Von vielen Helfern werden nun die Hilfsgüter aus Nordhessen mit Kleintransportern über den kleinen Grenzverkehr direkt in die Ukraine teilweise bis in die Kriegsgebiete gebracht.

„Wir sind sehr froh, dass alles so gut gelaufen ist“, freut sich Diakon Daniel Helwig und dankt allen Beteiligten Helfern und Spendern. „Wir, die Jugendlichen der Arche und ich, sind motiviert weiterzumachen“, erklärt Diakon Sven Wagner.

Ein weiterer Hilfstransport ist bis zum Monatsende geplant.

Weitere Spenden können ab nächster Woche abgegeben werden.  syg

Aktuelle Informationen dazu sind im Internet unter archetreysa.de zu finden.

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