Alle Jungtiere unterwegs in den Süden

Junge Störche sagen der Schwalm ade und fliegen Richtung Spanien

In einem Horst in der Schwalm sitzen fünf junge Störche.
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Die Jungstörche, die dieses Jahr in der Schwalm geschlüpft sind, sind gen Süden aufgebrochen.

Alle Schwälmer Jungstörche sind in der zurückliegenden Woche gen Süden abgeflogen. Das teilt Heinz Stübing (Ziegenhain) unserer Zeitung mit.

Schwalm - Der Zug der 14 dieses Jahr hier geschlüpften Tiere begann fast genau zur gleichen Zeit wie voriges Jahr. 2019 waren 13 Jungstörche gezählt, von denen allerdings einer verendete, nachdem er sich mit einem Bein in einer Solaranlage eingeklemmt hatte.

Zuerst sind laut Stübing die Schrecksbächer Störche abgereist. Über Loshausen konnte man am Montag eine größere Gruppe beobachten, die sich bis zur Mittagszeit immer weiter in die Höhe schraubte, bis sie gemeinsam fortzog. Wann die Allendörfer Jungtiere sich verabschiedeten, ist nicht genau bekannt.

Stübing erklärte, dass die abflugbereiten Jungtiere auf die passende Thermik warten. Stellt sich dieses „Bart“ genannte Phänomen ein, schrauben sie sich höher und höher, um schließlich mit relativ geringem Kraftaufwand gen Süden abzuziehen. Störche aus unseren Breiten fliegen durch das Oberrhein- und Rhonetal Richtung Spanien, manchmal auch über Gibraltar bis in die Sahelzone. An der Meerenge sind sie ebenfalls auf Thermik angewiesen, sonst droht ihnen beim Überfliegen der Absturz und das Ertrinken.

Anders die sogenannten Oststörche, die über Kleinasien und den östlichen Mittelmeerrand teils bis nach Südafrika ziehen. Wegen des kürzeren Wegs kehren die Weststörche durchschnittlich zwei Wochen früher zurück.

Ob die Altstörche dieses Jahr abziehen, müsse sich erst noch zeigen, so der Vogelexperte Stübing.  (aqu)

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