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Junge Züchter präsentieren sportliche Kaninchen in Wasenberg

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Experten: Die Zwillinge Lena und Luisa Schlemmer haben auch Gassigeh-Kaninchen.
Experten: Die Zwillinge Lena und Luisa Schlemmer haben auch Gassigeh-Kaninchen. © Ziegler-Dörhöfer, Regina

Mehr als 275 Kaninchen gab es am Wochenende auf der Kreisverbands- und der Allgemeinen Jungtierschau des Kaninchenzuchtvereins Wasenberg zu bestaunen.

Wasenberg – „Die große Auswahl an Rassen und Farbschlägen ist wirklich etwas Besonderes. Wir können stolz sein, dass wir viele junge Nachwuchszüchter in unseren Reihen haben“, lobte Vorsitzender Jürgen Treibert. So freute sich Treibert auch, dass Jungzüchter Joris Wölk die beste Zuchtgruppe mit seinen hellen Großsilber stellen konnte. Für seine züchterische Leistung erhielt der Zwölfjährige nicht nur Kreismeisterehrungen, sondern auch eine Medaille des Landesverbands.

„Es ist gar nicht so einfach, die besten Tiere auszuwählen. Im heimischen Stall ist man als Züchter oftmals stallblind. Gut, wenn man die Rückmeldungen der Preisrichter hat“, so Treibert, der hofft, dass in diesem Herbst auch wieder Landes- und Bundesschauen stattfinden, denn zahlreiche Vereinsmitglieder planten bereits die Teilnahme an auswärtigen Schauen.

Schon Grundschulkinder übernehmen Verantwortung für die Tiere

So auch die beiden Nachwuchszüchterinnen Lena und Luisa Schlemmer, die mit ihren schwarzgrannenfarbigen Zwergwiddern ebenfalls Kreismeistertitel erreichen konnten. „Jedes unserer Zuchttiere hat einen Namen. Wir haben uns ein System mit Magnetschildern einfallen lassen. Sobald wir wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, gibt es einen Namen für das Tier“, verraten die Zwillingsschwestern, die während der Schulzeit auf die Unterstützung ihres Papas bei der Versorgung der Tiere zählen können. In den Ferien aber müssen die beiden aber auch tatkräftig mit anpacken und beim Füttern und Misten helfen.

Kaninchen mit Sprungkraft: Merle Fuchs mit Sprungkaninchen Frosty im Parcours.
Kaninchen mit Sprungkraft: Merle Fuchs mit Sprungkaninchen Frosty im Parcours. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Die beiden Neunjährigen sind längst wahre Kaninchenexperten und leisten sich neben ihren Zuchttieren auch ein paar Gassigeh-Kaninchen. „Unsere Gassigeh-Kaninchen sind meistens Mischlinge“, verrieten Lena und Luisa, die mit viel Freude beim Familienhobby dabei sind.

Kaninchenhaltung wird immer teurer

„Die Futterkosten sind dieser Tage leider extrem gestiegen. Da hören jetzt doch einige ältere Züchter auf“, beobachtet Jürgen Treibert. Die Kosten für Futter und Impfungen seien um ein Drittel angestiegen, was bei 70 bis 100 Tieren im Stall eine nicht unerhebliche Summe ausmache. An der Futterauswahl dürfe ein Kaninchenzüchter aber auch nicht sparen, denn jede Rasse brauche ihr abgestimmtes Fütterungskonzept.

Besonders energiereiches Futter erhalten auch die Spungkaninchen der Kanin-Hopp-Abteilung aus Zierenberg. Stefanie Risse, Claudia und Merle Fuchs stellten ihr außergewöhnliches Hobby vor und zeigten mit ihren fünf mitgebrachten Widdern wie sportlich Kaninchen sein können.

„Bei uns steht die Sprungkraft im Vordergrund. Die Tiere müssen Freude an der Bewegung haben, dennoch ruhig und ausgeglichen sein“, erklärt Stefanie. Für Großkaninchen sei ein Hindernisparcours schon wegen des Gewichts nicht zu bewältigen. Die zarten Widder des Trios aber sprangen über Hürden mit einer Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Von REGINA ZIEGLER-DÖRHÖFER

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