Thüringische Delegation besuchte Sicherungsverwahrung

JVA Schwalmstadt: Verhandlungen kurz vor Abschluss

Dietmar Herz

Schwalmstadt. Die Verhandlungen über eine gemeinsame Sicherungsverwahrung zwischen Hessen und Thüringen sind in der heißen Phase. Das bestätigten beide Justizministerien auf Anfrage der HNA.

Am Donnerstag besuchten Delegationen aus beiden Ministerien die JVA in Schwalmstadt und machten sich ein Bild über die dortige Sicherungsverwahrung und den möglichen Standort eines Gefängnisneubaus.

Alles Wissenswerte über die JVA im Regiowiki

Die Gäste aus Thüringen zeigten sich beeindruckt von der „sehr guten individuellen Betreuung“, die in der Schwalmstädter Haftanstalt geleistet werde. Weiterhin äußert man sich nur verhalten zur Standortfrage. Es werde allerdings „keine Überraschungen geben“, erklärte Prof. Dr. Dietmar Herz, Staatssekretär im thüringischen Justizministerium. Eine Kooperation zwischen den beiden Bundesländern sei zu 90 Prozent sicher, sagte Herz. „Wir sind auf einem guten Weg, es gibt keine Differenzen.“

Beide Ministerien wollen eine schnelle Entscheidung, erklärte auch der hessische Justizstaatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit. Man sei sich tatsächlich zu 90 Prozent einig, aber es sei wie bei jedem Marathon: „Die letzten zehn Prozent sind die schwersten.“ Auf einen Standort will Kriszeleit sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Über die beiden genannten Standorte Schwalmstadt und Weiterstadt hinaus werde es keine Überraschungen geben.

In Thüringen geht man davon aus, dass die Verhandlungen spätestens Ende Juni abgeschlossen sind und mit einem Staatsvertrag besiegelt werden.

Von Sylke Grede

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.