In Itzenhain

Feuerwehren trafen sich zum Hochlandpokal: Kampf um die Sekunden

Wasserversorgung musste aufgebaut werden: Die Jugendfeuerwehr Leuderode versuchte, so wenig Fehler wie möglich zu machen. Foto: Haaß

Itzenhain. Zum traditionellen Wettkampf um den Hochlandpokal trafen sich am vergangenen Feiertag zahlreiche Feuerwehren in Itzenhain.

Neben den Blauröcken der Gemeinde Gilserberg nahmen auch einige Einsatzabteilungen aus dem Umland an dem spannenden Leistungsvergleich teil.

Die gastgebende Feuerwehr aus Itzenhain hatte sowohl die Wettkampfbahn für die Jugendfeuerwehr, wie auch für die Einsatzabteilungen optimal präpariert. Erst am Abend zuvor war der Festplatz gemäht worden, sagte Wehrführer Oliver Neuwirth.

Bei strahlendem Sonnenschein kämpften die Mannschaften am Donnerstag um jede Sekunde und versuchten so wenig Fehler wie möglich zu machen.

In Staffel- oder Gruppenstärke war es die Aufgabe der Feuerwehren innerhalb von achteinhalb, beziehungsweise siebeneinhalb Minuten einen imaginären Gebäudebrand zu bekämpfen und einen bewusstlose Person in Form einer 30 Kilogramm schweren Puppe aus einer Wohnung zu retten. Zu einer Staffel gehörten sechs Feuerwehrleute, zur Gruppe neun.

Unter den strengen Augen der Schiedsrichter mussten die Wettkampfteams zunächst eine Wasserversorgung aufbauen. Erst dann durfte der Angriffstrupp unter Atemschutz in die brennende Wohnung vordringen, den Brand bekämpfen und die Puppe nach draußen bringen. Um die letzten drei Fallklappen umspritzen zu können, stellte der Wassertrupp schließlich eine Steckleiter an ein Gerüst und bekämpfte die symbolischen Flammen von oben herab.

Lagemeldung 

Wie bei einem realen Einsatz wurde während der gesamten Übung gefunkt und entsprechende Lagemeldungen abgegeben. Ein Blick in die Übungsausschreibung zeigte: Die Hessische Feuerwehrleistungsübung zeichnet sich durch ein hohes Maß an Realitätsnähe aus.

Am Ende der fordernden Übung stand noch die von vielen Teilnehmern gefürchtete Knotenprüfung. Auf Zeit mussten die ausgelosten Brandschützer vier Knoten machen. So manchen Feuerwehrmann war die Erleichterung über ein Freilos deutlich anzusehen. Im Falle von Punktgleichheit ist die Knotenzeit im Kampf um die Platzierung das sprichwörtliche Zünglein an der Waage, sagte ein Schiedsrichter. Parallel zu den Einsatzabteilungen fochten auf der Nachbarbahn die Jugendfeuerwehren um ihren Hochlandpokal. Wie ihre aktive Kameraden waren auch die Kinder und Jugendlichen konzentriert und mit Herz bei der Sache.

Gilserbergs Bürgermeister Rainer Barth war vom Einsatz und Engagement aller am diesjährigen Gemeindefeuerwehrtag teilnehmenden Feuerwehren beeindruckt: „Die Wettkämpfe sind wie immer super organisiert und vorbereitet. Es ist besonders schön, dass so viele Jugendfeuerwehren da sind.“

Von Matthias Haaß

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Hochlandpokal der Gilserberger Feuerwehren

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