Musikalisch in den 2. Advent

Kantorei und Gospelchor begeistern Besucher in der Hephata-Klinik

Die Kantorei und der Gospelchor boten den Besuchern in der Hephata-Kirche am Samstagabend wieder ein abwechslungsreiches Adventskonzert. Foto: Regina Ziegler-Dörhöfer

Selbst eine Kirchenmaus hätte es am Samstagabend schwer gehabt noch einen Platz in der Hephata-Kirche zu bekommen.

Dicht gedrängt saßen die Besucher des Adventskonzertes in den Kirchenbänken, Kinder hatten meist längst auf dem Schoß ihrer Eltern Platz genommen und selbst auf dem Fußboden hatten sich Konzertbesucher niedergelassen.

Für manch Familienangehörigen der Sängerinnen und Sänger fand sich dennoch kein Platz mehr in der Kirche und so blieb nur ein kurzes Lauschen im Treppenhaus, bevor man sich ein Alternativprogramm suchte.

Diejenigen, die einen Platz in der Kirche gefunden hatten, freuten sich über stimmungsvolle Werke zur Adventszeit, die von der Kantorei und vom Gospelchor unter der Leitung von Dirigentin Dorothea Grebe einstudiert worden waren.

Gospelmusik in der Hephata-Klinik

Das Konzert war mit Bachs Ruf „Erschallet, ihr Lieder“ eröffnet worden und Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt begrüßte in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche die Zuhörenden. Der 20-köpfige Gospelchor präsentierte neue, groovige Weihnachtshits wie „Down in Bethlehem“ und Gospel-Klassiker wie beispielsweise „Go down, Moses“. Eine außergewöhnliche, aber gelungene Kombination einer neuen Gospelvariation mit Klassik fand sich im „Joy to the world“. Kantorei und Gospelchor sangen gemeinsam und gaben dem „Halleluja“ aus Händels „Messias“ eine neue Fassung. Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt fragte die Zuhörer, wer denn zu Hause die Adventszeit noch zum Singen nutze und war überrascht, als sich doch viele Zuhörer meldeten. Dietrich-Gibhardt las von einer „Familie im Takt“, die dem besinnlichen „Stille Nacht“ den familiären Arbeitstitel „Frisörlied“ gaben, singt man doch vom Knaben mit lockigem Haar.

Für Stille Nacht war es beim Adventskonzert eindeutig noch zu früh, dafür aber passte ein Adventslied wie „Maria durch ein Dornwald ging“ umso mehr. Das mittelalterlich klingende „Gaudete“ kündete vom demütigen Singen von Liedern der Freude und die Gospelsängerinnen und -sänger ließen mit „Shepherds run“ manch Schäfchen im flotten Rhythmus zur Krippe eilen.

Adventskonzert in Hephata-Klinik: Krippe als zentrales Thema

Die Krippe war auch zentrales Thema von Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“, wo alle Zuhörer auch zum Mitsingen eingeladen waren. Pianist Thomas Klein ergänzte das Konzert mit einer Klaviersonate von Scarletti und der Allemande in G-Dur von Bach. Ruth Ganzevoort spielte am Cello und Stefan Lang sorgte für den passenden Takt am Cajon.

Das Konzert mündete am Ende im gemeinsamen Singen von „Praise the Lord“, bevor Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt alle mit dem Segen Gottes in den zweiten Advent entließ.

Von REGINA ZIEGLER-DÖRHÖFER

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