150 Wanderer waren am Sonntag mit dabei bei Wanderung zum Thementag

Kein Leben ohne Wasser

Nach dem ganzen Wasser freuten sich die Wanderer auf ein kühles Blondes an der Oase: (von links) Christian Kuhn, Heinrich Schäfer, Andreas Fenner, Bernd Reitz, Karsten Lang und Manuel Wagner. Foto: Haaß

Obergrenzebach. Den Weg des Wassers von der Quelle in die Leitung folgten über einhundertfünfzig technik- und naturbegeisterte Wanderer am Sonntag in Obergrenzebach. Zur Wanderung eingeladen hatte der Kulturverein Obergenzebach.

1947 begann die damals noch selbstständige Gemeinde Obergrenzebach mit dem Bau der Trinkwasserversorgung. 1949 konnte der erste Hydrant in Betrieb genommen werden. „Über 1000 Rohre von Buderus wurden mit Fuhrwerken vom Bahnhof in Ziegenhain geholt und dann verbaut“, berichtete Hartmut Ziegler aus der Historie.

Start im Quellgebiet

Startpunkt der fünf Kilometer langen Wanderung war das Quellgebiet im Wald oberhalb von Seigertshausen. Ziel der Hochbehälter auf dem Leydesberg. Danach ging es auf direkten Weg zurück nach Obergrenzebach. Verantwortlich für die Organisation der Wasserwanderung unter dem Motto „Kein Leben ohne Wasser“ waren Hartmut Ziegler, Lothar Steinbrecher und Astrid Riebeling. Mit leichtem Gepäck oder mit dem Bollerwagen zogen Alt und Jung fröhlich plaudernd in Feld, Wald und Flur und folgten dem Lauf des Wassers. Pünktlich zur Kaffeezeit traf der Tross wieder in Obergrenzebach ein, um sich in der Oase „Glück Auf“ bei Kaffee und leckerem Kuchen zu stärken und den Tag in geselliger Runde ausklingen lassen.

Auf der auch für nicht so erfahrene Wanderfreunde leicht zu bewältigenden Strecke durch die Obergrenzebacher Gemarkung informierte der Kulturverein unter anderem auf Schautafeln über die Historie der Wasserleitung und die Trinkwassergewinnung in dem Frielendorfer Ortsteil. Beim Hochbehälter gab es aus erster Hand Informationen über Wasserqualität, Verbrauchsmengen und Trinkwasseraufbereitung.

Wer mochte, konnte bei einem Wasserquiz sein Wissen testen und ein Wassergeschmackstest stellte die Geschmacksnerven der Wanderer auf die Probe. Hier galt es den Unterschied zwischen frischem Quellwasser und Wasser aus dem Supermarkt herausfinden. Mit 44 zu 35 Stimmen neigte sich die Waagschale eindeutig in Richtung des heimatlichen Quellwassers.

Kollekte für Uganda

Auch der Gottesdienst auf der Hälfte der Wegstrecke hatte das sprichwörtliche Lebenselixier zum Thema. Vorbildlich in diesem Zusammenhang: Die Kollekte ging an ein humanitäres Projekt in Uganda. Mithilfe des Geldes soll dort die Trinkwasserversorgung verbessert werden.

„Für viele Menschen kommt Wasser einfach aus dem Wasserhahn. Mit der Wanderung wollten wir das Bewusstsein für das Lebensmittel Wasser stärken. Ordentliches und sauberes Wasser sind keine Selbstverständlichkeit“, erklärte Hartmut Ziegler vom Organisationsteam und zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des lehrreichen Wandertags. www.kulturverein-obergrenzebach.de

Von Matthias Haaß

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