Hephata-Werkstätten haben seit Kurzem ein Frauen-Fußballteam

Keine Angst vorm Ball

Neues Team: Die Damen-Fußballmanschaft der Hephata-Werkstätten tritt am 19. August zu ihrem Turnier an. Foto: nh

Schwalmstadt. Frauen an den Ball: Seit Kurzem gibt es in den Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein Frauen-Fußballteam. Einmal in der Woche trainieren die neun Spielerinnen zwischen 21 und 40 Jahren mit Trainerin Patricia Odriozola auf dem Fußballplatz hinter den Werkstätten am Lindenplatz.

Melanie Well (25) spielt gern in der Abwehr oder im Mittelfeld. Vor ein paar Jahren hat sie in einer Männer-Mannschaft in Merzhausen mit dem Fußballspielen angefangen, irgendwann dann aber aufgehört. „Ich wollte schon länger gerne wieder anfangen“, sagt die Beschäftigte der Industriemontage 1 der WfbM, „der Zusammenhalt, der Mannschaftssport gefallen mir am Fußball. Und natürlich das Gewinnen.“

Gemischtes Turnier

Am Donnerstag, 19. August, nehmen die Hephata-Fußballerinnen am Turnier der Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Hessen teil. Ein gemischtes Turnier, bei dem sich die Frauen vor allem mit Männermannschaften werden messen müssen. Denn reine Frauenmannschaften sind bei den WfbMs keine Selbstverständlichkeit.

Das heißt, eine reine Frauenmannschaft wird Hephata bei dem Turnier dann selbst auch nicht aufbieten können. Da sich die Torfrau beim Training verletzt hat, springt Daniel Österreich als Tormann ein.

Für Patricia Odriozola ist das keine große Sache: „Wir sind jetzt noch beim Aufbau der Mannschaft. Wir lernen erst die Grundfähigkeiten für eine Kleinfeldmannschaft mit sieben Spielerinnen und gucken, wer was am besten kann.“

Welche Position ihr am besten liegt, da ist sich Nicole Schuchardt auch noch nicht sicher. Die 23-Jährige, die ein Praktikum in der WfbM absolviert, kam mit einer Freundin zum Gucken beim Training vorbei. Dann blieb sie, „ich spiele momentan rechts außen als Stürmerin“.

Angst vor Verletzungen hat sie nicht: „Wenn ich hinfalle, stehe ich auf und spiele weiter. Ich bin nicht so empfindlich. Vor allem habe ich keine Angst vor dem Ball.“ (red)

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