Die Todenhäuser feierten das 25-jährige Jubiläum ihrer Johanneskapelle

Kleine Kirche ganz groß

Adventsstimmung und Posaunenmusik: Die Todenhäuser feierten mit einem Jahr Verspätung das Jubiläum ihrer Johanneskapelle. Fotos: Haaß  

Todenhausen. Am zweiten Adventssonntag feierten die Todenhäuser mit einem Jahr Verspätung das 25-jährige Jubiläum ihrer 1988 grundsanierten Johanneskapelle mit einem Gottesdienst und Gemeindenachmittag.

Der damals für Todenhausen zuständige Pfarrer Eckhard Käßmann war eigens an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückgekehrt und gestaltete mit seinen beiden Kollegen Marco Firnges und Richard Heymann-von der Lühe den Festgottesdienst. „Es ist eine Kapelle, an der man nicht vorbeikommt“, sagte Käßmann und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Glockenturm auch weiterhin Mittelpunkt des kleinen Ortes am Fuße des Sendbergs bleibt.

Zur Geschichte der Kapelle: 1383 wurde die Kapelle als Tochtergründung der Klosterkirche Spieskappel eingeweiht. In späteren Jahrhunderten wurden dort dann nur noch Trauergottesdienste abgehalten, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die ursprüngliche Verwendung der Kapelle in Vergessenheit geriet. Sie wurde zunehmend baufällig und der Einsturz drohte. Kurzerhand wurde 1865 der Abriss der alten Kapelle und ein Neubau zum Teil unter Verwendung der alten Materialien in die Wege geleitet. Seitdem wurde sie allerdings nicht mehr als Gotteshaus genutzt. Sie war nun Backhaus und Spritzenhaus für die örtliche Feuerwehr. In den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde auf Initiative des Ortsbeirates und der Kirchengemeinde die Rückverwandlung in ein Gotteshaus beschlossen. Dank tatkräftiger Unterstützung, vieler hundert Stunden Eigenleistung und großzügiger Spenden, konnte diese innerhalb weniger Jahre umgesetzt werden. 1988 war die Neueinweihung. (zmh/syg)

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