Zeichen stehen auf Neubau

Klinik in Alsfeld soll fit für die Zukunft gemacht werden

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme des Kreiskrankenhaus Alsfeld.
+
Eine Studie empfiehlt den Neubau des Kreiskrankenhaus Alsfeld. Ende Januar will der Kreistag des Volgelsbergkreises über das Thema enscheiden.

Bereits in sechs Jahren könnte Alsfeld ein neues Krankenhaus bekommen. Zum Einzugsgebiet des Vogelsberger Kreiskrankenhauses zählt zumindest auch ein Stück weit der südliche Schwalm-Eder-Kreis.

Alsfeld – „Ich werde dem Kreistag empfehlen, sich für einen Neubau des Alsfelder Kreiskrankenhauses auszusprechen“, erklärt Landrat Manfred Görig (SPD) im Vorfeld der entscheidenden Kreistagssitzung am 28. Januar. In dieser letzten Sitzung des Kreistages in dieser Legislaturperiode werde final entschieden, ob in Alsfeld ein neues Krankenhaus entsteht oder ob das alte Gebäude grundlegend saniert wird, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Die Beratungsgesellschaft Andree Consult hatte in einer Untersuchung Neubau-Lösung und Sanierung des Altbestands gegenübergestellt. Die Studie liegt jetzt vor. Rund 75 Millionen Euro müssen für die grundlegende Sanierung des Krankenhauses veranschlagt werden, so Landrat Görig. „Wir müssten die Sanierung im laufenden Betrieb vornehmen, was nicht einfach ist. Hinzu kommt die lange Bauzeit, erst 2034 wären die letzten Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen“, schildert der Landrat. Was für die Sanierung spricht: Durch die lange Bauzeit ergibt sich ein längerer Finanzierungszeitraum.

Die Kosten für ein neues Krankenhaus werden sich auf rund 65 Millionen Euro belaufen, hat Andree Consult errechnet. Während der Bauphase müssten allerdings jährliche Instandsetzungsarbeiten in Höhe von rund 2 Millionen im alten Gebäude vorgenommen werden, um den Betrieb dort aufrechterhalten zu können. Darauf hatte der Landrat schon im Dezember verwiesen. Die Bauzeit für einen Neubau ist wesentlich kürzer: Andree Consult rechnet schon 2027 mit der Fertigstellung beziehungsweise der Inbetriebnahme einer neuen Klinik. Das bedeutet indes auch: „Die Finanzmittel müssen in einem wesentlich kürzeren Zeitraum zur Verfügung gestellt werden“, so Landrat Görig. „Jedem muss klar sein: Das ist ein finanzieller Kraftakt. Im Kreishaushalt wird eine angespannte Situation eintreten, und das über Jahre hinweg. Der Neubau des Krankenhauses wird Finanzmittel für einen langen Zeitraum binden. Wünsche, die Geld kosten, werden wir zurückstellen müssen“, erklärt Görig.

Trotzdem sieht der Landrat die Vorteile eines Neubaus. „Wir könnten an den Bedarf angepasste und optimierte Baustrukturen schaffen“, sagt er. Zukunftsfähige Betriebs- und Energiekonzepte könnten umgesetzt, Betriebskosten reduziert werden. Durch moderne Krankenhausstrukturen könne man zudem eine bessere Patienten- und Personalbindung erreichen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung sprachen sich auch die Kreistagsfraktionen von CDU und SPD für die Neubaulösung aus und erklärten, dass es oberstes Ziel sein müsse, die Zukunft des Alsfelder Krankenhauses dauerhaft zu sichern. Um das Ziel zu erreichen sei nach dem Ergebnis der jetzt vorliegenden Studie ein Neubau die Sinnvollere der beiden Varianten, so die beiden Fraktionen. (Matthias Haaß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.