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Kommunen im Altkreis Ziegenhain wollen herunterregeln

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Die steigenden Energiepreise treffen Verbraucherinnen und Verbraucher besonders hart.
(Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Vor allem bei Straßenbeleuchtung und Heizverbrauch soll gespart werden. Das betrifft den öffentlichen Raum, Rathäuser und Dorfgemeinschaftshäuser.

Schwalm – Die steigenden Preise für Strom und Gas stellen die Städte und Gemeinden im Landkreis vor die Frage, wo und wie auch sie Energie einsparen können. Die Redaktion fragte bei einigen an, wie sie auf die kriegsbedingte Krise reagieren.

Schwalmstadt, aber auch Ottrau und Frielendorf reduzieren Straßenbeleuchtung

In den Blickpunkt rückt bei praktisch allen das Thema Straßenbeleuchtung, Schwalmstadt schaltet sie in Kürze in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr ab. Ausgenommen werden die Treysaer Altstadt und die Innenstadt Ziegenhain sowie die Klinikbereiche (Hephata und Asklepios Klinik) und der Bahnhof, teilt die Stadtverwaltung auf HNA-Anfrage mit.

Was weiter getan werden soll, vor allem in puncto der Beheizung der städtischen Gebäude, sei noch in der Diskussion, Planungen müssten „allerdings noch konkretisiert werden“. Beraten werde auch noch über den Umgang mit der Festbeleuchtung in der Weihnachtszeit im Stadtgebiet sowie an der Totenkirche.

Ottrau hat Sparmaßnahmen schon beschlossen

Auch in Ottrau sollen die Straßenlaternen weniger lang eingeschaltet werden, obwohl der Stromverbrauch aufgrund LED-Technik ohnehin schon niedrig sei, so Bürgermeister Jürgen Korell. Der Beschluss sei vorige Woche gefallen. Auch sollen die Vorlauftemperaturen der Heizungen in den Dorfgemeinschaftshäusern reduziert werden, wobei das Bauamt noch dabei sei, das Potenzial für Einsparungen zu untersuchen. Im Rathaus sei die Haustechnik noch nicht so weit fortgeschritten, dass sich die Raumtemperatur auf Knopfdruck regeln lasse. „Wir achten aber darauf, die Energie zu halten und nur Stoßlüftungen zu machen“, sagt Korell.

Frielendorf spart schon seit Jahren Energie, um den Haushalt zu schonen

Michael Bühn, Büroleiter im Frielendorfer Rathaus, sagt, dass durch angepasste Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung schon Energie eingespart werden konnte. Ansonsten spare Frielendorf schon seit Jahren Energie, um den Etat zu schonen. So werde zum Beispiel die Beleuchtung in kommunalen Gebäuden durch Bewegungsmelder gesteuert, es seien neue Fenster eingebaut worden. Im Rathaus gebe es schon lange kein Warmwasser mehr.

Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner berichtet, das Thema werde in der nächsten Sitzung des Gemeindevorstandes Ende August besprochen. Dann gehe es auch dort um die Außenbeleuchtung von Kirche und Rathaus und ein Vorziehen von Energiesparmaßnahmen in der Kläranlage sowie eine Verringerung der Raumtemperaturen sowie ein früheres Abschalten der Straßenbeleuchtung.  Von Anne Quehl, Philipp Knoch und Johannes Rützel

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