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Konzert mit Aussicht auf dem Knüllplateau bei Schwarzenborn

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Mit der Reihe „Welthits aus dem Wohnzimmer“ traten Sören Flimm (links)und Nils Hofmann am Freitag auf dem Knüllköpfchen auf.
Mit der Reihe „Welthits aus dem Wohnzimmer“ traten Sören Flimm (links) und Nils Hofmann am Freitag auf dem Knüllköpfchen auf. © Jochen Schneider

Sören Flimm und Nils Hofmann begeistern das Publikum mit Song aus den 1990er-Jahren. 200 Menschen kamen auf das Knüllköpfchen.

Schwarzenborn – Sommer, Sonne, ein weiter Blick über die Anhöhen des Knülls und dazu Livemusik – das sind die Zutaten für einen perfekten Konzertabend. Am Freitag genossen den auf dem Plateau des Knüllköpfchens fast 200 Menschen, die eifrig ihre mitgebrachten Stühle positionierten und es sich bei Wein und kühlen Getränken gemütlich machten, um den Musikern Sören Flimm und Nils Hofmann zu lauschen, die zu „Welthits aus dem Wohnzimmer“, in diesem Fall aus den 1990er-Jahren, eingeladen hatten.

Auch Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Liebermann freute sich über die große Resonanz, hatten die Künstler ihre Bühne doch im Schatten des zwölf Meter hohen August-Franke-Turms aufgebaut – dahinter weitete sich der Blick auf das unvergleichliche Panorama des Knülls. Die Stimmung der Besucher war dementsprechend, die Lust auf Kultur spürbar: Volker Brandt aus Oberaula war mit seiner Frau gekommen und hatte das Duo schon vor einem Jahr gehört.

Aus Neukirchen zog es die Ehepaare Matthias und Alexandra Trümner und Christiane und Arno Klein auf das Knüllköpfchen. Alexandra Trümner hatte die Musiker erstmalig auf einer Gewerbeschau gehört und war sogleich überzeugt. Sie hatten einen guten Tropfen Rotwein eingepackt und genossen die Atmosphäre in vollen Zügen. Ihr Fazit: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“

Stießen auf einen gelungenen Sommerabend mit einem guten Tropfen an: von links Arno und Christiane Klein mit Matthias und Alexandra Trümner.
Stießen auf einen gelungenen Sommerabend mit einem guten Tropfen an: von links Arno und Christiane Klein mit Matthias und Alexandra Trümner. © Jochen Schneider

Atmosphärisch wie auch musikalisch blieb an diesem Abend kaum ein Wunsch offen – Flimm und Hofmann brillierten als perfekt aufeinander abgestimmtes Duo, mit Hits aus den 90ern im Gepäck: Songs wie „Du trägst keine Liebe in dir“ und „Abenteuerland“ machten Lust aufs Mitsingen. Mit einem Augenzwinkern übersetzten die Musiker die Texte von „Scatman“ und „Barbieworld“ – flankiert mit der Bemerkung „Die Sinnlosigkeit der Inhalte dient der Unterhaltung des Publikums“, das sich köstlich amüsierte.

Darunter auch Siglinde Seibel, deren Tochter mit Sören Flimm zur Schule gegangen und somit kein Unbekannter war. In Erinnerungen dürfte auch so mancher beim Song von Meat Loaf „I’d do anything for love“ geschwelgt haben – dazu ging über dem Knüllköpfchen die Sonne unter. In der Pause stärkten sich die Gäste mit Würstchen vom Grill, angeboten von der Feuerwehr Schwarzenborn. Zum klangvollen Finale verschmolzen Gitarre, Stimmen und Piano zu „Streets of Philadelphia“, es folgte Pop von Michael Jackson – und schließlich ging im improvisierten Wohnzimmer auch das besagte Licht an und spendete ein warmes Leuchten, das die Besucher mit ihrem stürmischen Applaus mindestens doppelt an die Künstler zurückgaben. Von Jochen Schneider

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