Im Altkreis stieg die Arbeitslosenquote minimal – Schmittdiel: Üblicher Saisonanstieg

Die Krise schlägt kaum durch

Schwalm. „Weiterhin robust“ nennt Ulrich Schmittdiel die Zahlen des Schwälmer Arbeitsmarktes. Im Vergleich zum Januar 2009 waren zehn Männer und Frauen mehr arbeitslos. Mit dem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte sei ein recht günstiger Wert zu verzeichnen.

Der Chef der Schwalmstädter Geschäftsstelle der Arbeitsagentur führte als Grund für den leichten Anstieg die Jahreswende und den Winter an: „Die Schwalm ist sehr saisonempfindlich.“ Pressesprecherin Heike Beber (Marburg) betonte, dass ein Anstieg im Januar üblich sei.

Sehr erfreulich ist laut Schmittdiel, dass binnen des vergangenen Monats 481 Menschen in Arbeit oder Weiterbildung vermittelt wurden, 61 unter ihnen waren ältere Arbeitslose über 55 Jahre.

Eingestellt haben im Januar unter anderem ein Süßwarenhersteller, ein Betrieb der Verpackungsindustrie sowie ein Schuh- und Lederwarenhersteller. Das Angebot an offenen Stellen ging allerdings gegen den Trend um fast 50 Prozent zurück auf nunmehr 172 Jobs.

Kurzarbeit angemeldet haben derzeit 51 Betriebe, 26 davon saisonal bedingt. Einige Betriebe haben konjunkturell bedingte Kurzarbeit lediglich vorsorglich angemeldet, arbeiten aber normal, erläuterte Schmittdiel.

Mehr volle Jobs

Für Sprecherin Beber machen auch diese aktuellen Zahlen für den Bereich Schwalm Mut: Mitte 2009 waren 11 821 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 33 mehr als ein Jahr zuvor: „Das fällt vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise durchaus positiv auf.“

371 Langzeitarbeitslose

1077 erwerbsfähige Menschen ab 15 Jahren leben im Altkreis von Hartz IV. Diese Zahl stieg im Januar um 116. Als langzeitarbeitslos werden 371 Frauen und Männer eingestuft. (aqu) GRAFIK LINKS

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