Die Kürzung der Lehrerzuweisung stößt auf viel Kritik

Schwalm-Eder/Treysa. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert scharf die Lehrerzuweisung an die Schulen für das Schuljahr 2015/16.

So sollen laut Wolfgang Schwanz vom GEW-Vorstand (Schwalmstadt) an hessischen Grundschulen zum nächsten Schuljahr durch Kürzung der Förderstunden 140 Stellen eingespart werden, in den Oberstufen sogar 160.

Die Schulleitungen seien vom Kultusministerium (HKM) durch die Kürzungen für Grundschulen und „vor allem massive Einschnitte für die gymnasiale Oberstufe“ überrascht worden. Begründet würden die Veränderungen mit dem zusätzlichen Bedarf an Stellen für Ganztagsangebote, inklusive Beschulung und Deutschförderung. In der Pressemitteilung heißt es: „Trotz wachsender Anforderungen verweigert die Landesregierung weiterhin jede Ausweitung des Bildungsetats und zwingt zur Umverteilung.“

Das Kultusministerium staffele die Zuweisung zukünftig nach Klassengröße und streiche dabei bis zu einer Stunde pro Klasse bei weniger als 21 Kindern, „vor allem unsere kleinen zweizügigen Grundschulen bekommen bis zu sieben Stunden weniger für die Förderung“.

Bei den gymnasialen Oberstufen sollen laut GEW 160 Stellen zum nächsten Schuljahr und um insgesamt 315 Stellen bis 2018 gekürzt werden. Dies führe dazu, dass eine große Zahl von Kursen eine deutlich höhere Schülerzahl aufweisen werde. Auch eine Verringerung des Kursangebots sei zu erwarten.

Am Schwalmgymnasium in Treysa führe die Reduzierung dazu, dass zum nächsten Schuljahr durch Pensionierung entstehende Lücken nicht wie fest eingeplant geschlossen werden können. Insgesamt würden sich die Arbeitsbedingungen sowohl für Schüler als auch Lehrkräfte deutlich verschlechtern.

Laut GEW dürften bestehende Lücken etwa für die Inklusion nicht durch Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in anderen Bereichen bezahlt werden, „kein Bildungsbereich darf gegen einen anderen ausgespielt werden“.

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